02:40 07 Juli 2020
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    Der Fluchtkorridor, den die syrische Regierung für Zivilisten vor kurzem in der Rebellenbastion Idlib geöffnet hat, bleibt leer: Nach Angaben des syrischen Militärs verhindern die extremistischen Kämpfer unter Androhung von Gewalt, dass die Bewohner die umkämpfte Region verlassen.

    Der Checkpoint Abu ad-Duhur war am 13. September auf Anregung des russischen Aussöhnungszentrums wieder geöffnet worden, um den in Idlib noch verbleibenden Zivilisten einen Ausweg zu gewähren. 

    Syrische Flüchtlinge (Archivbild)
    © Sputnik / Michai Woskressenski

    Laut dem syrischen General Nabil Abdulla überqueren keine Zivilisten diesen Checkpoint. 

    „Die Zufahrten sind (von der anderen Seite – Anm. d. Red.) abgesperrt, den Einwohnern wird unter Androhung der Erschießung verboten, die Gegend zu verlassen“, sagte der General am Donnerstag. „Die Kämpfer benutzen die Zivilisten de facto als lebendigen Schild.“

    Seit März 2018 hatten bereits fast 45.000 Menschen Idlib verlassen. Diese Provinz im Nordwesten Syriens ist eine der vier so genannten Deeskalationszonen, die 2017 unter Vermittlung Russlands, des Iran und der Türkei etabliert worden waren, um Zivilisten in den Kriegsgebieten einen Ausweg aus den Kriegsgebieten zu schützen. Anders als die drei anderen Deeskalationszonen wird Idlib immer noch nicht von der Regierung in Damaskus kontrolliert. Dort treiben extremistische Kämpfer und Terroristen der al-Nusra-Front* ihr Unwesen.

    * Terrororganisation, in Russland verboten.

    leo/ae

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    Tags:
    Fluchtkorridore, Al-Nusra-Front, Rebellen, Idlib, Syrien