14:55 28 Januar 2020
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    Die westlichen Länder halten laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow allzu viele Sitze im UN-Sicherheitsrat. Aus Sicht des Diplomaten erfordert diese „Übervertretung” eine Reform des Gremiums.

    „Natürlich steht das Leben nicht still. Wenn man will, dass das System der internationalen Beziehungen, das nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden ist und dessen Kern die Vereinten Nationen bilden, erhalten bleibt, muss es sorgfältig und konsequent an die Gegebenheiten der modernen geopolitischen Landschaft angepasst werden“, schrieb Lawrow in einem Gastbeitrag für die Zeitschrift „Russland in der Weltpolitik”, den das Außenministerium auf seiner Website am Freitag veröffentlichte.

    Man müsse darauf hinwirken, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen reformiert werde. Dabei sollten vor allem die Interessen der Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas im Mittelpunkt stehen.

    „Ebenso sollten wir auch an der Verbesserung des Welthandelssystems arbeiten, indem der Harmonisierung von Integrationsprojekten in verschiedenen Regionen der Welt besondere Bedeutung beigemessen wird”, betonte der Außenminister anschließend.

    1993 ergab sich erstmals die Forderung nach einer notwendigen Reform des UN-Sicherheitsrates, in dem 15 Mitglieder sitzen. Diese setzten sich aus fünf ständigen (Russland, China, Frankreich, Großbritannien und die USA) sowie zehn nichtständigen Mitgliedern zusammen. Seither wird diese Frage stets behandelt, jedoch kam man bislang zu keinem Konsens.

    jeg/ae

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    Tags:
    Westen, UN-Sicherheitsrat, Sergej Lawrow, Außenministerium Russlands