16:25 13 Dezember 2019
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    US-Präsident Donald Trump am 20. September 2019

    Hat Trump bei Selenski-Gespräch Geheimnisse verraten? US-Präsident spricht von Fake News

    © REUTERS / TOM BRENNER
    Politik
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    Der US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die Geschichte von der durch ihn angeblich vorgenommenen Offenlegung von Geheimnissen im Gespräch mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenski verfälscht worden sei, um den Ex-Vize-Präsidenten Joe Biden in Schutz zu nehmen, der als Staatschef kandidiert.

    „Die Fake-Medien und ihre Partner – die Demokratische Partei – wollen sich von der Forderung von Joe Biden an die Regierung der Ukraine möglichst fernhalten, dem Staatsanwalt zu kündigen, der hinsichtlich (der Tätigkeit) seines Sohnes ermittelt hatte, denn andernfalls würden sie keinen großen Umfang an Mitteln der USA erhalten, daher hatten sie (die Medien und die Demokraten – Anm. d. Red.) eine Geschichte über mich und mein wunderschönes und gewöhnliches Gespräch mit dem neuen Präsidenten der Ukraine fabriziert“, schrieb er auf seinem Twitter.

    ​Er unterstrich, dass es in diesem Gespräch „nichts Unkorrektes gegeben hat“ und Bidens Forderung eine „totale Katastrophe“ gewesen sei, doch die Medien wollten davon nichts berichten.

    Die Geschichte, von der Trump spricht, begann diese Woche mit einem Artikel in der Zeitung „The Washington Post“.

    Das Blatt schrieb, dass ein Mitarbeiter des US-Geheimdienstes am 12. August eine Beschwerde an seine Führung über ein nach seiner Ansicht beunruhigendes Gespräch von Trump mit einem gewissen ausländischen Spitzenpolitiker erhoben hätte. Mit wem und worüber Trump gesprochen hätte, sei unbekannt, doch das Gespräch soll angeblich eine Versprechung enthalten haben. Es wird vermutet, dass die Versprechung so besorgniserregend gewesen sei, dass sich der Geheimdienstler aufgeregt hätte. Einer der ehemaligen Beamten hätte gegenüber der Zeitung erklärt, dass das Gespräch per Telefon geführt worden sei. Ferner präzisierte das Blatt, dass die Beschwerde von einem Mitarbeiter des Geheimdienstes in der Ukraine erhoben worden sei. Dies soll eine Welle der Kritik unter den Demokraten im Kongress ausgelöst haben.

    Ferner hatte die Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Verweis auf eigene Quellen mitgeteilt, dass Trump beim Gespräch mehrmals Druck auf Selenski ausgeübt haben soll, damit dieser eine Ermittlung gegen Bidens Sohn Hunter startet.

    Der ukrainische Außenminister Vadim Prystaiko hatte in diesem Zusammenhang in einem Interview mit dem ukrainischen Internet-Portal „hromadske“ erklärt, dass Trump den ukrainischen Staatschef während des Juli-Gesprächs nicht unter Druck gesetzt hätte.

    Bidens Sohn, Hunter, war Mitglied des Vorstandes von Burisma Group – einem der größten privaten Gasunternehmen der Ukraine. In seiner Amtszeit als US-Vizepräsident hatte Biden Senior 2016 von Kiew eine harte Antikorruptionspolitik gefordert und im Rahmen dieser Kampagne den damals agierenden Staatsanwalt, der unter anderem die Tätigkeit von Burisma ermittelt hatte, zum Rücktritt aufgefordert. Dabei hatte der damalige Staatsanwalt der Ukraine, Jurij Luzenko, erklärt,  dass er über keine Beweise in Bezug auf Rechtsverletzungen verfüge, die Biden Senior oder sein Sohn auf dem Territorium des Landes hätten zulassen können.

    ek/mt/sna

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    Hunter Biden, Ermittlung, The Wall Street Journal, The Washington Post, Joe Biden, Donald Trump, Twitter, Offenlegung