12:31 15 Dezember 2019
SNA Radio
    Rauch von der Explosion an der Ölanlage des saudischen Unternehmens Aramco nahe der Stadt Abqaiq

    Falls Irans Schuld bewiesen wird: Riad will Angriffe auf Ölanlagen als „Kriegsakt“ bewerten

    © REUTERS / HAMAD I MOHAMMED
    Politik
    Zum Kurzlink
    378209
    Abonnieren

    Sollten die Angriffen auf saudi-arabische Ölraffinerien aus dem Iran durchgeführt worden sein, wird sie das Königreich laut seinem Außenminister Adel al-Dschubeir als Kriegshandlung betrachten.

    In der Nacht auf den 14. September waren in zwei Ölraffinerien des staatlichen Öl- und Gasunternehmens Saudi Aramco – im Bezirk Abqaiq im Osten des Landes und in dem östlich von Riad gelegenen Bezirk Churais – nach Drohnenangriffen starke Brände ausgebrochen. Die Huthi-Rebellen bekannten sich zu den Attacken.

    Daraufhin hatte Saudi-Arabien, der wichtigste Exporteur von Erdöl und einer der drei größten Erdölproduzenten, die Öl-Produktion auf die Hälfte reduziert. Die Produktionsmenge sei um 5,7 Millionen Barrel pro Tag gedrosselt worden.

    „Wir glauben, dass der Iran dafür verantwortlich ist, da die Raketen und Drohnen, die Saudi-Arabien getroffen haben, im Iran hergestellt und vom Iran geliefert wurden“, sagte der Minister in einem Interview mit CNN.

    „Aber wenn der Angriff von Ihrem (iranischen) Territorium aus durchgeführt wurde, werden wir in eine andere Kategorie fallen ... Dies wird als Kriegshandlung betrachtet“, so al-Dschubeir weiter.

    Darüber hinaus stellte er klar, dass zugleich „niemand einen Krieg will“ und jeder diese Situation „friedlich“ lösen wolle.

    Zuvor erklärte Al-Dschubeir in einem Interview mit Sky News, dass das Königreich alles tun werde, um sich vor dem Iran zu schützen. Er unterstrich jedoch, dass das militärische Szenario die „letzte Option“ sei.

    sm/mt

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Greta Thunberg postet Foto aus überfülltem ICE – Deutsche Bahn reagiert
    Dudas Kanzleichef: Polen wird nie auf Antagonismus mit Russland setzen
    „Politiker an die Wand stellen“: Greta Thunberg überrascht mit radikalen Worten
    Tags:
    Ölraffinerie, Drohnenangriff, Saudi-Arabien