05:58 13 Dezember 2019
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    Moskau beschließt Beitritt zum Klimaabkommen von Paris

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    Politik
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    Russlands Premier Dmitri Medwedew hat den Regierungsbeschluss über die Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris unterzeichnet. Das gab er am Montag in einer Regierungssitzung bekannt.

    Laut dem Dokument „geht Russland davon aus, dass es wichtig ist, die Aufnahmemöglichkeit der Wälder und anderer Ökosysteme aufrechtzuerhalten und zu steigern …“.

    Es wird zugleich darauf verwiesen, dass Moskau es für unannehmbar hält, das Klimaschutzabkommen als Schranke für eine stetige sozial-ökonomische Entwicklung der Länder zu missbrauchen.

    Der Premier betonte auch, das Pariser Abkommen sei flexibler als das Kyoto-Protokoll, das früher gegolten habe.

    Wie Vizepremier Alexej Gordejew mitteilte, soll innerhalb eines Jahres ein Gesetz über die staatliche Regulierung von Treibhausgas-Emissionen verabschiedet werden. Dessen Entwurf sei bereits vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung erarbeitet worden.

    Laut einer Mitteilung des Weltnaturfonds (WWF) Russlands hat diese Organisation den Betritt Russlands zum Pariser Klimaabkommen begrüßt.

    „Der WWF begrüßt die Tatsache, dass Russland ein vollberechtigter Teilnehmer des Pariser Abkommens wird. Diese wichtige Geste spricht dafür, dass wir mit der ganzen Welt, mit den fortschrittlichsten Ländern zusammenhalten und uns des wachsenden Problems des Klimawandels und dessen anthropogenen Charakters bewusst sind“, sagte der Direktor des Programms „Klima und Energiewirtschaft“ des Weltnaturfonds Russlands, Alexej Kokorin.

    Er verwies darauf, dass das Abkommen ab dem Jahr 2020 gelten werde.

    Das Klimaabkommen von Paris, das erste globale Übereinkommen über das Klima, wurde im Dezember 2015 signiert. Es beinhaltet einen Aktionsplan zum Aufhalten der weltweiten Klimaerwärmung.

    ls/mt

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    Dmitri Medwedew, World Wildlife Fund (WWF), Russland