19:50 14 November 2019
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    Der Stützpunkt russischer Luftwaffe Hmeimim (Archivbild)

    „Das ist sehr ernst“: Russisches Verteidigungsministerium über Terroristen-Drohnen nahe Hmeimim

    CC BY 4.0 / Mil.ru
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    Die Drohnen, die bei den Angriffen auf den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien von den Terroristen eingesetzt wurden, sind ernstzunehmen und werden technisch verbessert. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hat sich dazu gegenüber Journalisten geäußert.

    Konaschenkow zufolge beträgt die Flugreichweite eines solchen Gerätes 150 Kilometer, die Flughöhe kann vier Kilometer erreichen. „Das ist sehr ernst“, sagte er und zeigte den Reportern dabei die Terroristen-Drohnen, die im September beim Anflug auf den Luftwaffenstützpunkt abgeschossen wurden.  

    Die äußere Erscheinung der Drohnen sei unauffällig, doch hätten deren Entwickler komplexe technische Lösungen verwendet, die eine besondere Ausbildung erforderten, so der General weiter.

    Ein Steuerungssystem für die Navigation, drei Antennen und spezielle Konsolen zum Anbringen von Munition seien an einem solchen Fluggerät installiert worden, so Konaschenkow. Eine andere Drohne sei mit einem Benzinantrieb ausgestattet worden, bei dem es sich um ein gewöhnliches Fass mit fünf Litern Benzin handelte.

    Ihm zufolge war der Mechanismus zum Munitionsabwurf viel interessanter: Beim Anflug auf einen bestimmten Ort wurde er einfach angestoßen und aus einer Höhe von eineinhalb bis zwei Kilometern abgeworfen.

    „Auf der einen Seite ist das das Niveau eines Flugzeugmodellclubs, aber auf der anderen Seite – wenn wir über Navigations-, Kontroll- und Munition-Abwurfsysteme sprechen – braucht man eine ernsthafte technische Ausbildung“, so der Vertreter des Verteidigungsministeriums.

    Die Kämpfer würden die technischen Lösungen verbessern. „Wir verstehen, dass die Montage nach bestimmten Schemata und Mustern erfolgt. Und jemand, der über diese Technologien verfügt, hilft den terroristischen Gruppen“, fügte der General hinzu.

    Das russische Verteidigungsministerium meldete am 3. September die Zerstörung von zwei Terroristen-Drohnen, die sich dem Hmeimim-Luftwaffenstützpunkt näherten. Dabei sei niemand verletzt worden, hieß es. Zuvor hatte das russische Militär am 11. August von der Eliminierung von Drohnen beim Anflug auf Hmeimim mitgeteilt. Sechs Drohnen seien abgeschossen worden, hieß es damals.

    pd/sb/sna/

     

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    Tags:
    Luftwaffenbasis, Hmeimim, Technologien, Igor Konaschenkow, Drohne, Syrien, Terroristen