04:37 18 November 2019
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    Zerrissene Stasi-Papiere (Archivbild)

    Bundestag entscheidet über Umgang mit geretteten Stasi-Akten

    © AP Photo / Michael Sohn
    Politik
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    Rund 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer will der Bundestag am morgigen Donnerstag über den künftigen Umgang mit den geretteten Unterlagen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) beraten.

    Einer der Hauptpunkte ist die geplante Überführung von Millionen geretteter Stasi-Akten, Filme, Fotos und Tonaufzeichnungen in das Bundesarchiv, wie tag24 berichtet. Bislang ist das Archiv Kernstück der Stasi-Unterlagen-Behörde, die als Errungenschaft der friedlichen Revolution vom Herbst 1989 gilt. 

    Kritiker sehen darin die Abwicklung der Behörde unter Leitung des früheren DDR-Oppositionellen Roland Jahn.

    Der Aufarbeitungsverein Bürgerkomitee 15. Januar (Tag der Erstürmung der Stasi-Zentrale in Ost-Berlin 1990) forderte, einen Beschluss auszusetzen. Durch die geplante Schließung und Konzentration auf weniger und neue Archive in den Ost-Ländern seien durch die Neubauten Folgekosten in Millionenhöhe zu befürchten, die bislang nicht kalkuliert seien.

    Jahn hat zusammen mit dem Leiter des Bundesarchivs, Michael Hollmann, das Veränderungskonzept erarbeitet. Die Akten sollen demnach bis zum Ende der Amtszeit des Bundesbeauftragten im Sommer 2021 im Bundesarchiv sein. Kompetenzen, Technik und Ressourcen sollten so gebündelt werden. Jahn hatte betont, das Recht auf Zugang zu den Akten bleibe unverändert.

    Dem Bundestag liegt auch eine Novelle des Stasi-Unterlagen-Gesetzes zum Beschluss vor. Demnach soll es bis Ende 2030 möglich sein, Menschen, die in „politisch oder gesellschaftlich herausgehobenen Positionen tätig sind“, auf eine hauptamtliche oder inoffizielle Stasi-Tätigkeit zu überprüfen. Die bisherige Frist läuft zum 31. Dezember aus.

    leo

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    Tags:
    DDR, Archiv, Bundestag, Stasi, Deutschland