14:24 07 August 2020
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    Bundesaußenminister Heiko Maas hat vor der UN-Vollversammlung eindringlich für internationale Kooperation anstelle nationaler Alleingänge geworben.

    "Zusammenarbeit ist alles andere als Verrat am eigenen Land. Sie schafft vielmehr die Voraussetzung dafür, dass es unseren Ländern gut geht", sagte Maas am Mittwochabend in der Generaldebatte in New York. Keine einzige der großen Zukunftsfragen lasse sich von einem Land alleine lösen.

    "Auf Globalisierung, Digitalisierung, Migration oder den menschengemachten Klimawandel finden wir nur gemeinsam Antworten", so Maas.

    Maas setzte damit einen Kontrapunkt zu Rednern wie US-Präsident Donald Trump, Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro und dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani. Trump hatte in seiner Rede vor der Vollversammlung gesagt: "Die Zukunft gehört Patrioten."

    Maas arbeitet seit Juli vergangenen Jahres daran, dieser Haltung eine "Allianz für Multilateralismus" entgegenzusetzen. Eine große Auftaktveranstaltung dazu soll am Donnerstag mit Vertretern aus mehr als 50 Ländern stattfinden, die meisten davon Außenminister. Die Allianz soll bestehende internationale Abkommen stärken, die Reform internationaler Institutionen voranbringen und eine engere Kooperation da fördern, wo es international noch Regelungsbedarf gibt.

    Sie ist als loses Netzwerk geplant und nicht als Gruppe mit fest geregelter Mitgliedschaft wie etwa die G7 oder die G20. Bei der Auftaktveranstaltung soll es um die Stärkung des Völkerrechts und der Menschenrechte, Abrüstung, Krisenprävention, Friedenskonsolidierung und um Cyber-Sicherheit sowie Klimawandel gehen.

    "Gerade Deutschland, vor 80 Jahren Brandstifter und Zerstörer in Europa und der Welt, muss heute in besonderer Weise Verantwortung für eine Ordnung übernehmen, die den Frieden sichert", betonte Maas die besondere historische Verantwortung Deutschlands für internationale Zusammenarbeit.

    ai/dpa

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    Tags:
    Allianz der Multilateralisten, Uno, Heiko Maas