01:39 16 Dezember 2019
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    Idlib, Syrien (Archiv)

    USA werfen syrischer Regierung erneut Chemiewaffen-Einsatz vor

    © AP Photo / Ugur Can
    Politik
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    Die USA haben der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vorgeworfen, vergangenen Mai Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Eine entsprechende Erklärung gab US-Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag ab.

    „Das Assad-Regime ist für unzählige Gräueltaten verantwortlich, manche davon können als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden. Heute gebe ich bekannt, dass die USA zu dem Schluss gekommen sind, dass das Regime von Assad Chlor als chemische Waffe am 19. Mai eingesetzt hat“, zitiert Reuters den US-Chefdiplomat.

    Washington übe weiterhin Druck auf Damaskus aus, betonte Pompeo weiter. Er werde seine Kollegen über die Schlüsse der US-Geheimdienste am Rande der UN-Generalversammlung informieren.

    Der Vorfall habe sich in der Nähe des Dorfes Kabani ereignet, als Assads Streitkräfte „den Widerstand“ in der Provinz Latakia unterdrücken wollten, schreibt „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen US-Geheimdienstbericht.

    Damaskus hat den Einsatz von Chemiewaffen immer wieder bestritten. Moskau warf Washington seinerseits vor, solche Anschuldigungen würden immer auf den Aussagen ungeprüfter Quellen beruhen, darunter auch der der Terroristen. Russland müsse leider feststellen, so die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, dass „Unterstellungen zum Thema des angeblichen Chemiewaffeneinsatzes durch Damaskus gegen sein eigenes Volk zu einem unentbehrlichen Teil der Politik der Nato-Komplizen in Syrien sowie im gesamten Nahen Osten“ geworden seien.

    ta/ae

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