03:37 15 November 2019
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    Bundesregierung stockt Jemen-Hilfe um zehn Millionen Euro auf

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    Politik
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    Angesichts der katastrophalen Lage im Jemen hat Deutschland die humanitäre Hilfe für das Bürgerkriegsland um zehn Millionen Euro aufgestockt.

    Damit stellt die Bundesregierung in diesem Jahr insgesamt 130 Millionen Euro zur Verfügung. Das teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag nach einem Treffen zum Jemen-Konflikt am Rande der UN-Generaldebatte in New York mit, an dem Außenminister Heiko Maas teilnahm.

    Im Jemen bekämpfen sich seit fünf Jahren die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen und Regierungstruppen, die von einer sunnitischen Kriegsallianz unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt werden. Der Bürgerkrieg hat die derzeit schwerste humanitäre Krise weltweit ausgelöst. Auch ein vor neun Monaten in Stockholm abgeschlossenes Abkommen zur Einleitung eines Friedensprozesses hat die Lage nicht wesentlich verbessert.

    Zuvor war berichtet worden, dass Deutschland die Ukraine seit Beginn der Krise dort mit 1,4 Milliarden Euro unterstützt hat. Alleine für Entwicklungszusammenarbeit sind nach Angaben aus der Bundesregierung seit 2014 insgesamt 544 Millionen Euro geflossen. Hinzu kämen 110 Millionen Euro humanitäre Hilfe, ein Finanzkredit von 500 Millionen, 25 Millionen für Stabilisierungsmaßnahmen wie Konfliktmonitoring und Rechtsstaatsförderung sowie rund 200 Millionen Euro, die über die EU an die Ukraine gezahlt wurden. Den Angaben zufolge ist Deutschland nach neuen OECD-Zahlen (die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) der drittgrößte Geber für die Ukraine nach der Europäischen Union und den USA.

    ai/dpa

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    Tags:
    Geld, Finanzen, Hilfe, Jemen, Bundesregierung