07:15 20 September 2020
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    Das Vorgehen Washingtons beim Ausbau der Raketenabwehr im Asien-Pazifik-Raum schafft Risiken für die nationale Sicherheit Russlands sowie neue Hindernisse für die Suche nach einer gegenseitig annehmbaren Lösung des Problems um den Friedensvertrag mit Japan. Dies erklärte der russische Vizeaußenminister Igor Morgulow.

    „Natürlich haben wir die Erklärungen des Pentagon-Chefs Mark Esper nicht außer Acht gelassen“, also in Bezug auf die Möglichkeit der Stationierung von Mittel- und Kurzstreckenraketen in Asien sowie der Starts der Marschflugkörper Tomahawk von den Startanlagen Mk-41, „mit denen die in Japan stationierten Raketenabwehrkomplexe Aegis Ashore ausgerüstet sind“, so Morgulow.

    „In diesem Kontext erklären wir der japanischen Seite klar und deutlich, dass Washingtons Vorgehen zur Einrichtung der globalen Raketenabwehr mit der Nutzung ihres (Japans) Territoriums die Risiken für unsere Nationalsicherheit sowie natürlich neue Hindernisse für die Suche nach einer gegenseitig annehmbaren Lösung des Problems um den Friedensvertrag schafft“, betonte der russische Vizeaußenminister.

    Anfang August hatte der amerikanische Verteidigungsminister, Mark Esper, eine baldige Stationierung neuer landgestützter Mittelstreckenraketen in Asien angekündigt. Unter anderem hatte der amerikanische Außenminister, Mike Pompeo, gegenüber dem TV-Sender „Fox News“ nicht ausgeschlossen, dass amerikanische Kurz- und Mittelstreckraketen in der Asien-Pazifik-Region stationiert werden könnten.

    Die japanische Regierung hatte im Dezember 2017 die Entscheidung über die Stationierung von zwei bodengestützten Aegis-Ashore-Systemen bestätigt. Sie sollen zum Jahr 2023 in der nordjapanischen Präfektur Akita und in der südwestlichen Präfektur Yamaguchi aufgestellt werden.

    ak/ae/sna

     

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    Tags:
    Igor Morgulow, Mark Esper, Raketen, MK-41, US-amerikanische Raketenabwehr-Komplexe Aegis Ashore, Japan, Russland, USA, Asien