18:10 21 November 2019
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    Bild von dem Treffen zwischen des US-Präsidenten Donald Trump und Russlands Außenministers Sergej Lawrow (Archiv)

    Weißes Haus beschränkt Zugang zu Aufzeichnung von Trumps Gespräch mit Lawrow von 2017 – Medien

    © AFP 2019 / CHIP SOMODEVILLA
    Politik
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    Das Weiße Haus soll den Zugang zu der Mitschrift eines Gesprächs des US-Präsidenten Donald Trump mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, das vor zwei Jahren stattgefund, eingeschränkt haben. Dies berichtete die Zeitung „The Washington Post“ unter Verweis auf eigene Quellen, die mit der Materie vertraut sein sollen.

    Demnach fand das Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem damaligen Botschafter Sergej Kisljak im Oval Office statt. Trump soll bei dem Gespräch geäußert haben, er sei über die vermutliche Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahl 2016 nicht besorgt, denn die USA hätten dasselbe in anderen Ländern getan.

    Laut den Quellen der Zeitung waren Beamte des Weißen Hauses durch Trumps Äußerung beunruhigt, denn sie hätte den Eindruck verbreiten können, der US-Präsident hätte Russland die „Einmischung“ verziehen und ein derartiges Vorgehen unterstützt, hieß es.

    Einer Quelle zufolge bedauerte Trump die Vorwürfe gegen Russland, die die Beziehungen von Washington und Moskau beeinträchtigen würden. Hätten die US-Medien nicht eine derartige Stellung bezogen, würde er gute Beziehungen zu Russland haben, betonte er.

    Zudem soll Trump im Verlauf dieses Gesprächs mit den russischen Beamten angeblich vertrauliche Daten zu einer Quelle offengelegt haben, die Informationen über die Terrormiliz „Islamischer Staat“* zugeliefert habe.

    Um Datenleaks zu verhindern, hätten also nur wenige Beamte mit Sicherheitsfreigaben der höchsten Stufe den Zugang zu dem Memorandum, das nach diesem Treffen zusammengestellt worden sei.

    Zuvor hatte ein Whistleblower aus Geheimdienstkreisen in einer Beschwerde an den Direktor der nationalen Nachrichtendienste mitgeteilt, Trump habe angeblich Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski ausgeübt, indem er gefordert habe, zu den Aktivitäten des Sohnes des Demokraten Joe Biden zu ermitteln. Biden gilt als Trumps wichtigster Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl 2020. Laut dem nicht genannten Informanten versuchte das Weiße Haus den Zugang zu den Tonaufzeichnungen und den Transkripten dieses Gesprächs sowie anderer Unterhaltungen zu sperren.

    Um die Vorwürfe zurückzuweisen, veröffentlichte das Weiße Haus daraufhin ein Protokoll des Gesprächs von Trump mit dem ukrainischen Staatschef.

    Der TV-Sender CNN berichtete am Freitag unter Verweis auf eigene Quellen, das Weiße Haus habe sich zudem offensichtlich bemüht, den Zugang zu den Abschriften von Telefonaten mit ausländischen Staats- und Regierungschefs zu beschränken, unter anderem mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    asch/sb

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    Russland, Russland, Sergej Kisljak, Sergej Lawrow, Gespräch, Zugang, Weißes Haus, Weißes Haus, Donald Trump, USA