07:57 14 August 2020
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    In einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit dem Sender NBC hat Irans Außenminister Dschawad Sarif Washington des Cyberkrieges bezichtigt und die Anschuldigungen der US-Geheimdienste gegen Teheran angesprochen.

    Auf die Frage des NBC-Moderators Chuck Todd, ob sich der Iran in die US-Wahlen einmische und dies als effiziente Taktik erachte, antwortete Sarif: „Wir haben bei euren Wahlen keine Präferenzen.” Die von den US-Geheimdiensten erhobenen Vorwürfe einer solchen Einmischung wies er entschieden zurück.

    „Es wird aber ein Cyberkrieg geführt. Die USA haben diesen Krieg entfesselt, als sie unsere Atomanlagen angriffen – auf eine sehr gefährliche verantwortungslose Weise, die Millionen Menschen hätte töten können“, erläuterte Sarif.

    In diesem Zusammenhang erwähnte er das Schadprogramm Stuxnet sowie die Cyberattacke Operation Olympic Games, die gegen iranische AKWs gerichtet waren.

    An diesem Cyberkrieg sei der Iran beteiligt, gestand der Außenminister ein. Daraufhin warnte er: „Jeden Krieg, den die USA entfesseln, werden sie nicht beenden können.

    US-Cyberattacken auf iranische Netze

    Ende August erhielt die Zeitung „New York Times“ Informationen, denen zufolge die USA Mitte Juni im Rahmen der sogenannten „Tankerkrise“ militärische Computersysteme der Iranischen Revolutionsgarde lahmgelegt hatten.

    Operation Olympic Games war eine 2006 unter US-Präsident George W. Bush begonnene Sabotagekampagne, welche die Arbeit iranischer Atomanlagen stören sollte. Diese gilt der „New York Times“ zufolge als der erste nachhaltige Einsatz von Cyberwaffen durch die USA. Der Computerwurm Stuxnet, der sogenannte Zero-Day-Lücken in der Software ausnutzte, soll Teil dieser Operation gewesen sein.

    msch/sb

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    Tags:
    Cyberattacken, Cyberangriffe, Mohammed Dschawad Sarif, NBC, USA, Iran