00:37 01 Oktober 2020
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    Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat in einem Interview mit dem US-Sender CBS News erklärt, warum die saudische Luftabwehr die Drohnenangriffe auf die größten Ölraffinerien des Landes Mitte September nicht abwehren konnte.

    „Saudi-Arabien ist fast so groß wie ein Kontinent, es ist größer als ganz Westeuropa. Wir sind einer 360 Grad-Bedrohung ausgesetzt. Es ist eine Herausforderung, dies alles vollständig abzudecken“, sagte Mohammed bin Salman.

    Saudi-Arabien habe Luftabwehrsysteme Patriot sowie Fla-Raketen Hawk aus US-amerikanischer Produktion, die nicht zum Abschuss von Drohnen konzipiert worden seien, so der saudische Kronprinz weiter.

    Was die Drohnenattacken betreffe, seien sie eine Dummheit gewesen, so Mohammed bin Salman. „Da gibt es kein strategisches Ziel. Nur ein Idiot würde fünf Prozent der weltweiten (Öl- – Anm. d. Red.)-Vorräte angreifen. „Das einzige strategische Ziel ist, zu beweisen, dass sie dumm sind, und genau das haben sie getan“, fügte er hinzu.

    Drohnenangriffe auf saudische Ölraffinerien

    In der Nacht auf den 14. September waren die größten Ölraffinerien des staatlichen Öl- und Gasunternehmens Saudi Aramco mit Drohnen angegriffen worden, wonach das Königreich gezwungen war, seine Ölförderung um mehr als die Hälfte zu reduzieren.

    Obwohl sich die Huthi-Rebellen im Jemen zu den Attacken bekannt hatten, beschuldigten Riad und Washington den Iran der Angriffe. Teheran wies diese Vorwürfe als „Lügen“ zurück. Die iranische Regierung betonte, die Attacken auf die Ölanlagen würden der gesamten Region schaden, solche Anschuldigungen vonseiten der USA hätten Tradition und seien keine Überraschung.

    US-Präsident Donald Trump hatte eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran angeordnet, obwohl es keine Beweise für dessen Verantwortung für den Vorfall vorliegen.

    pd/sb/sna/

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    Tags:
    Beschuldigungen, USA, Iran, Patriot, Luftabwehr, Drohnenangriff, Saudi-Arabien