03:14 20 September 2020
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    Der russische Botschafter in Österreich, Dmitri Ljubinski, hat Sebastian Kurz zu seinem Wahlsieg gratuliert und Moskaus Bereitschaft bekundet, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der künftigen österreichischen Bundesregierung fortzusetzen. Bei den Wahlen wurde die ÖVP stärkste Partei.

    „Die vorgezogene Parlamentswahl in Österreich ist offiziell abgeschlossen und die Ergebnisse wurden gerade bekanntgegeben. Wir gratulieren dem Vorsitzenden der ÖVP, Sebastian Kurz, zum überzeugenden Sieg der Volkspartei und wünschen eine baldige Bildung der neuen Bundesregierung. Russland ist bereit, die produktive Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Ministerkabinett Österreichs fortzusetzen“, teilte der russische Botschafter in einem Post auf der Facebook-Seite des russischen Außenministeriums mit.

    Die bilaterale Agenda der deutsch-österreichischen Beziehungen sei außerordentlich lang, und Moskau rechne damit, dass alle bestehenden Abmachungen und zuvor erstellten Pläne sukzessive umgesetzt werden“, fügte der Botschafter hinzu.

    Am Sonntag fand in Österreich die Parlamentswahl statt. Die von ihrem Vorsitzenden und dem ehemaligen Kanzler Sebastian Kurz angeführte Partei ÖVP (Österreichische Volkspartei) hat bei der Wahl zum Nationalrat die Mehrheit der Stimmen (38,4 Prozent) erhalten und geht nach Auszählung aller Stimmen als Sieger hervor. So lauten die offiziellen Angaben, die das Bundesministerium für Inneres veröffentlicht hat.

    Die SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs) belegte mit 21,5 Prozent der Stimmen den zweiten Platz. Der dritte Platz ging an die FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs), die 17,3 Prozent der Stimmen holen konnte, und auf Platz vier kamen die Grünen (12,4 Prozent). Auf Platz fünf landeten die NEOS (Neues Österreich und Liberales Forum) mit 7,4 Prozent.

    Nach dem deutlichen Sieg der ÖVP geht es nun darum, eine Koalition zu schmieden. Dem wiedergewählten Kurz öffnet sich hier ein breites Feld: von einem Bündnis mit den Grünen über die SPÖ bis hin zur Neuauflage mit der FPÖ. Der Kanzler zeigt sich offen und will sich noch nicht festlegen. Der 33-Jährige sagte dazu im ORF, er werde auf alle im Parlament vertretenen Parteien zugehen.

    mk/sb

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    Tags:
    Österreich, Wahlen, Sebastian Kurz