06:36 15 November 2019
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    Türkischer Präsident Tayyip Erdogan bei einer Rede vor seinen Anhängern in Sivas

    „Keinen Tag zum Warten“: Türkei kann Sicherheitszone in Syrien auch allein schaffen – Erdogan

    © AP Photo / Pool Presidentical Press Service
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    Die Türkei wird laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eine Sicherheitszone im Norden Syriens auch allein schaffen können, wenn sie dies mit den USA nicht würde vereinbaren können. Dies sagte er vor dem türkischen Parlament am Dienstag.

    „Wir haben keinen einzigen Tag zum Warten. Wenn wir kein Ergebnis (mit den USA – Anm. d. Red.) erzielen, dann bleibt uns keine andere Wahl. Wir wollen in der Zone von 30 Kilometer Breite 2 Millionen syrische Flüchtlinge ansiedeln. Wir werden unseren eigenen Weg gehen und haben bereits begonnen, einige Schritte zu tun“, sagte Erdogan bei der Eröffnung der Herbsttagung des türkischen Parlaments in Ankara.

    „Indem man uns die Last der Flüchtlinge aufgebürdet hat, versucht man, die Türkei auf die Knie zu zwingen, doch wir sind kein Land, in dem man Szenarien testen kann. Wir haben gesagt, dass diese Spiele zu Ende sind“, ergänzte der türkische Staatschef.

    Zuvor waren in Ankara türkisch-amerikanische Verhandlungen zur Einrichtung einer Sicherheitszone im Norden Syriens zu Ende gegangen. Wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte, hätten Ankara und Washington Vereinbarungen über die Schaffung eines Koordinierungszentrums für gemeinsame Operationen und die geplante Sicherheitszone im Norden Syriens erzielt. Das offizielle Damaskus trat entschieden gegen diese Vereinbarung auf, da sie nach Ansicht der syrischen Regierung einen üblen Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität der Arabischen Republik Syrien und eine grobe Verletzung der Grundsätze des Völkerrechts und der Uno-Charta darstellt.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Uno-Charta, Koordinierungszentrum, Syrien, Recep Tayyip Erdogan, Türkei