04:35 19 November 2019
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    Raketen- und Luftabwehrsystem S-500 Prometheus

    Hat Russland in Syrien neuste S-500-Systeme getestet?– Verteidigungsministerium dementiert

    CC BY 4.0 / Verteidigungsministerium Russlands
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    Am Mittwoch (Ortszeit) sind Meldungen aufgetaucht, dass Russland sein neustes Raketenabwehrsystem S-500 in Syrien getestet hat. Nun hat das russische Verteidigungsministerium die Berichte dementiert.

    Die Moskauer Tageszeitung „Iswestija“ hat unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen aus dem russischen Verteidigungsministerium und der Militärindustrie am Mittwoch berichtet, dass die S-500-Systeme von russischen Militärs in Syrien getestet worden sind.

    Wie es hieß, hatten Experten während der Tests „bestimmte Probleme“ im Betrieb der Waffen festgestellt, die jedoch schnell beseitigt worden seien.

    Man habe Syrien für die Tests ausgesucht, weil es harte Bedingungen an die Systeme stelle. Es sei dort immer heiß und gebe viel Staub, sodass die Systeme auf ihre Robustheit und Einsatzfähigkeit bei schweren Bedingungen geprüft werden können.

    Das russische Verteidigungsministerium hat diese Berichte später am Mittwoch jedoch klar dementiert.

    Es gebe keine Notwendigkeit die neusten russischen Systeme in einem anderen Land zu testen.

    So seien alle wichtigen Objekte, wie etwa die russische Basis Hmeimim oder der Hafen Tartus, bestens durch die Systeme S-400, die Panzir-Systeme oder auch die moderenen Kampfjets Su-35S geschützt.

    Die harten Testbedingungen für die S-500 habe man auch auf russischen Testgeländen.

    Das Flugabwehrsystem S-500

    Das S-500, vom Raketen- und Radarspezialisten Almaz-Antey entwickelt, ist ein Flugabwehrsystem der nächsten Generation. Sein Hauptauftrag: Abwehr von ballistischen Mittelstreckenraketen. Auch vor Lenkwaffen, die mit mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegen, soll das System schützen. Vor Flugzeugen und Drohnen sowieso. Medienberichten zufolge erreicht das S-500 sogar Ziele im nahen Weltraumbereich.

    Mitte September hatte Sergej Tschemesow, Generaldirektor des russischen Rüstungskonzerns Rostec, mitgeteilt, dass das Flugabwehrsystem S-500 in der zweiten Hälfte 2020 in Serie gehe.

    In den ersten fünf Jahren nach dem Start der Serienproduktion werde das S-500-System nicht exportiert, „weil man erst die eigene Armee ausrüsten und dann Exportaufträge erfüllen muss“, so Tschemesow. 

    Wichtig für das russische Militär sei, dass das S-500 sich in die Gesamtluftverteidigung des Landes integrieren lässt. Das heißt, die nächste Generation der Flugabwehrsysteme ist mit bereits vorhandener Technik kompatibel – mit dem S-400 zum Beispiel.

    pd/tm/

     

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