22:34 17 Februar 2020
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    Um effektiver gegen Cyberkriminalität vorgehen zu können, hat die Bundesregierung eine Änderung der Laufbahn für Kriminalbeamte in diesem Spezialgebiet beschlossen.

    Wie das Innenministerium am Mittwoch nach der Kabinettssitzung mitteilte, sollen Bewerber, die bereits ein informationstechnisch, ingenieurwissenschaftlich oder naturwissenschaftlich geprägtes Studium absolviert haben, künftig als Tarifbeschäftigte eine verkürzte Laufbahn von 20 Monaten durchlaufen können. Anschließend werden die "Cyberkriminalisten" zu Kriminaloberkommissaren ernannt. Diese Stufe erreicht man bei der Polizei normalerweise erst nach 36 Monaten.

    Das Bundeskriminalamt werde bei der Verfolgung und Prävention von Kriminalität im Internet gestärkt, "indem wir uns im hart umkämpften Wettbewerb auch bei der Gewinnung von Cyberspezialisten als hoch attraktiver Arbeitgeber präsentieren können", erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

    Bisher bilden die Sicherheitsbehörden dafür entweder ihre Beamten im IT-Bereich weiter oder sie suchen Hilfe bei angestellten IT-Fachkräften. Der neue Ausbildungsgang soll im kommenden April an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung an den Standorten Brühl und Wiesbaden starten.

    ai/dpa

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    Kabinett, Cyberspionage, Ausbildung, Deutschland