19:54 14 November 2019
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    Radar Woronesch-DM (Archivbild)

    Russland stellt neue Frühwarnradare im hohen Norden auf

    © Sputnik / Igor Sarembo
    Politik
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    Das russische Militär positioniert im äußersten Nordwesten des Landes nach eigenen Angaben neue Frühwarnradare. In zwei Regionen sollen die Anlagen bereits in drei Jahren in Betrieb gehen, um im Fall möglicher Raketenangriffe frühzeitig über die Gefahr zu informieren.

    „Der Aufbau der neuer Radaranlagen des Raketenangriff-Frühwarnsystems in der Republik Komi und im Gebiet Murmansk geht weiter. Der Abschluss der Arbeiten ist für 2022 geplant“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag mit. 

    Derzeit wachen militärische Radare des Typs „Woronesch“ bei Sankt Petersburg und in der Ostsee-Exklave Kaliningrad mit Argusaugen über die Westgrenzen des Landes. Radaranlagen dieses Typs sind auch in der Schwarzmeerregion Krasnodar im Süden des Landes, in Orenburg am Ural, aber auch in den sibirischen Regionen Irkutsk, Altaj und Krasnojarsk im Dienst.

    Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte den Ausbau der militärischen Infrastruktur in zu Russland gehörenden arktischen Gebieten und auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim zu einer Priorität erklärt.

    Russland hatte bereits vor vier Jahren angekündigt, seine arktischen Gebiete mit neuen Radaren und Luftabwehrsystemen zu schützen. Damit reagierte Moskau auf die gestiegene Rivalität um die Region, in der laut Expertenschätzungen mehr als ein Viertel der weltweiten Öl- und Gasreserven liegen. Neben Russland buhlen die USA, Kanada, Großbritannien und andere Anrainerstaaten um die reich gefüllte Naturschatzkammer. Viele dieser Staaten stellten spezielle Schiffsverbände für Polfahrten auf.
    sp/ae

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    Tags:
    Murmansk, Republik Komi, Russlands Norden, Radar, Frühwarnsystem, Verteidigungsministerium, Russland