03:08 15 November 2019
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    Mittelstreckenrakete RSD-10 Pioner

    Großbritannien bestätigt Erhalt von Putins Angebot zu Raketen-Moratorium

    © Sputnik / Anton Denisov
    Politik
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    Großbritannien hat Putins Angebot zu einem Moratorium für die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen erhalten. Die britische Regierung vertritt diesbezüglich die gleiche Position wie ihre Nato-Partner, erklärte am Freitag der britische Botschafter in Russland, Laurie Bristow.

    „Wir haben den Brief von Präsident Putin erhalten. Die Position Großbritanniens hinsichtlich des Moratoriums, das sich auf die Mittelstreckenraketen bezieht, ist die Gleiche wie die von allen anderen Nato-Mitgliedern. Es wäre gut, wenn man dieses Moratorium einführen würde, aber das Problem besteht darin, dass Russland bereits Raketen entwickelt und stationiert hat. Das ist das eigentliche Problem“, erklärte der Botschafter gegenüber Journalisten.

    Wladimir Putin hatte in einem Schreiben vom 19. September zahlreiche Länder und Organisationen dazu aufgerufen, ein Moratorium für die Stationierung von Mittel- und Kurzstreckenraketen in Europa und anderen Weltregionen zu verhängen. Der Stellvertreter des russischen Außenministers, Sergej Ryabkov, teilte später mit, dass die Reaktion der Nato enttäuschend sei. Die Nato wiederum erklärte, das Angebot sei „unglaubwürdig, da es die Tatsachen vor Ort ignoriere“.

    Bis zum 2. August bestand zwischen den USA und Russland der INF-Vertrag (Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme), der ein vollständiges Verbot dieser Raketensysteme vorsah. Anfang dieses Jahres verkündete Washington die Absicht, aus diesem Vertrag aussteigen zu wollen, und warf Russland Verstöße bei der Einhaltung  des Vertrages vor. Moskau wies alle Vorwürfe zurück. Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte, dass Moskau ernsthaft bezweifle, dass die USA ihren vertraglichen Pflichten nachgekommen seien.

    mk/gs

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