16:47 10 Dezember 2019
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    Stopp für illegale Erdgasbohrungen durch Türkei: Griechenland hofft auf Unterstützung der USA

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    Der griechische Premierminister, Kyriakos Mitsotakis, hat den US-Außenminister, Mike Pompeo, bei einem Treffen am Samstag in Athen dazu aufgerufen, auf Ankaras Erdgassuche in zypriotischen Gewässern zu reagieren. Das Treffen findet im Rahmen eines zweitägigen Besuches des US-Außenministers statt.

    Pompeo hält sich vom 04. bis 06. Oktober zu einem Amtsbesuch in Griechenland auf. Er soll ein neues Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit unterzeichnen.

    „Wir haben vereinbart, unser Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit zu erneuern. Es wird unsere gemeinsamen militärischen und strategischen Möglichkeiten in der Region erweitern  und dient der regionalen Sicherheit und Stabilität. Da vor allem im Ägäischen Meer und Ostmittelmeer Handlungen durchgeführt werden, die gegen das internationale Recht verstoßen und oft von einer radikalen und kontraproduktiven Rhetorik begleiten sind“, erklärte Kyriakos Mitsotakis im Maxim Palace, der Residenz des Premierministers.

    Er verwies darauf, dass er das Vorgehen der benachbarten Türkei meine, das nicht selten einer Politik der Freundschaft und Zusammenarbeit widerspreche. Diese sei für Griechenland wichtig. Laut Mitsotakis hat die EU zu dieser Frage bereits Stellung bezogen.

    Ankara habe ein Bohrschiff zur Erdgassuche in Zyperns Ausschließliche Wirtschaftszone geschickt. Dieses Vorgehen sei ein grober Verstoß gegen die Souveränität Zyperns.

    „Die Vereinigten Staaten haben ein besonderes Interesse an der östlichen Region des Mittelmeeres. Zypern verlangt nur die selbstverständliche Einhaltung des internationalen Rechts. Ich erwarte einen positiven Beitrag vonseiten der Vereinigten Staaten, der letztlich zu einer konstruktiveren und produktiveren Situation in dieser Region führen wird“, so der Premierminister.

    Die EU war Griechenlands Aufruf gefolgt und kritisierte Ankaras Verhalten. Die EU bezeichnete die Haltung der Türkei als provokativ. Die Türkei zeige nicht das Verhalten, welches „ein Kandidatenland an den Tag legen sollte“. Als Maßnahme hatte der EU-Rat am 20. Juni beschlossen, demnächst die EU-Gelder für die Türkei zu kürzen und die Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen einzustellen.

    Auch die USA reagierte mit Kritik. Sie bezeichneten die Bohrarbeiten als Provokation, welche die Spannungen in der Region verschärfen könnte. Die Türkei wies wiederum die Vorwürfe in einer Erklärung des türkischen Außenministeriums zurück. Sie würden trotz internationalem Widerstand ihre Bohrarbeiten in dieser Region fortsetzen.

    mk/gs/sna

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