18:34 15 August 2020
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    Im Falle eines Atomangriffs auf Russland hat die Staatsführung laut dem Stabschef der russischen Luftstreitkräfte ausreichend Zeit für den Gegenschlag.

    "Die Anflugzeit ist unterschiedlich, je nachdem, von wo und wie die Flugbahn ist. Aber insgesamt gibt es ausreichend Zeit. Es handelt sich hierbei nicht um Minuten, um dutzende Minuten… Es sind mehrere dutzend Minuten“, äußerte der Stabschef der russischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Anatoly Nestechu, in einer Live-Sendung von Echo Moskwy. 

    Gemäß der russischen Militärdoktrin dürfen Atomwaffen nur für einen Gegenschlag eingesetzt werden. Ein Raketenwarnsystem überwacht alle möglichen Richtungen, aus denen ein Angriff erfolgen könnte. Zu diesem System gehören unter anderem Satelliten, die Startpositionen von Fernflugkörpern melden, Radare für die Luftraumüberwachung und Systeme, die den erdnahen Weltraum überwachen. Der Start einer Rakete sei besonders auffällig und für die Systeme leicht zu erkennen. Die russische Militärführung wäre sofort gewarnt.

    In naher Zukunft soll das Raketenwarnsystem um zwei Radarstationen in der Arktis erweitert werden. Radarstationen der neusten Generation werden in der Region Murmansk und in der Republik Komi errichtet. Dabei werden demnächst mehr als ein Dutzend  radiotechnischer und laseroptischer Systeme zur Erkennung von Objekten im erdnahen Weltraum in Betrieb gesetzt. Überwachungssysteme dieser Art gibt es bereits im Altai, in Karatschai-Tscherkessien und in Tadschikistan.

    mk/gs

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    Tags:
    Luftabwehr, Raketenabwehr, Atomwaffen, Russland