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06:13 22 Oktober 2019
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    FBI-Dienstmarke und Glock-Dienstpistole

    „Fort Ross Dialoge“ in USA: FBI verhört russische Abgeordnete gleich in Flughafen – Moskau empört

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    Politik
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    Inga Yumascheva, Abgeordnete des russischen Parlaments, ist am Samstag zum russisch-amerikanischem Forum „Fort Ross Dialogue“ in New York eingetroffen und gleich im Flughafen von FBI-Mitarbeitern aufgehalten und verhört worden. Das russische Außenministerium zeigt sich empört und äußert Protest.

    Laut einer Mitteilung des russischen Botschafters in den USA, Anatoly Antonov, wurde die Duma-Abgeordnete Inga Yumascheva am Samstag gleich nach ihrer Ankunft im New-Yorker Flughafen von FBI-Mitarbeitern aufgehalten und aufgefordert, ihnen zu folgen. Sie sei in einen einzelnen Raum geführt worden. Das FBI habe ihr ihre Papiere weggenommen und ein Verhör durchgeführt, bei dem ihr eine Stunde lang „unklare und unzumutbare Fragen“ gestellt worden seien. Anschließend habe der FBI-Mitarbeiter ihr vorgeschlagen, das Gespräch in einem Café fortzusetzen.

    Das Verhör der Duma-Abgeordneten durch den US-Geheimdienst ist laut dem russischen Außenministerium eine „erneute feindselige Aktion gegen Russland“. Wie das Außenministerium mitteilt, zielt das Verhalten der USA auf „eine weitere Verschlechterung der russisch-amerikanischen Beziehungen“ ab.

    „Wir äußern entschieden Protest gegen das Vorgehen der US-Regierung bezüglich der Abgeordneten  der Staatsduma der Russischen Föderation Inga Yumascheva, die kurz zuvor von FBI-Agenten aufgehalten und einem Verhör unterzogen wurde… Nun stellt sich die Frage: entweder ist die US-Regierung, entgegen eigenen Verlautbarungen, an keiner Normalisierung des Dialogs interessiert oder sie ist nicht in der Lage, die Arbeit ihres eigenen Geheimdienstes zu kontrollieren.“

    Das Außenministerium fügte hinzu, dass Yamascheva als Koordinator des Duma-Ausschusses für Zusammenarbeit mit dem US-Kongress in die USA gereist sei,  um am Forum  „Fort Ross Dialogue“ teilzunehmen. Das Ziel dieser Veranstaltung sei die Stärkung des gegenseitigen Verständnisses und der Zusammenarbeit zwischen Moskau und Washington.

    „Leider ist die konstruktive Einstellung der Veranstalter dieser Konferenz auf harten Widerstand  bestimmter politischer Kräfte in Washington gestoßen. Davon zeugt der Umstand, dass Vertretern des russischen Außenministeriums keine Visa ausgestellt wurden, und jetzt kommt noch eine freche Provokation gegen einen russischen Abgeordneten hinzu.“

    Das Außenministerium rief Washington unter anderem dazu auf, nachzudenken, welche Folgen „eine systematische Verschärfung der Spannungen gegenüber Russland“ haben könne. Das breite Interesse der US-amerikanischen Öffentlichkeit am Forum „Fort Ross Dialogue“ zeige eindeutig, dass sich die einfachen US-Bürger keine Konfrontation, sondern eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern wünschten.

    Die russische Botschaft hat eine Protestnote an die USA geschickt, mit der Forderung, die Situation aufzuklären. Yumascheva selbst wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern und betonte, dass sich nun russische Diplomaten mit dieser Frage befassen würden.

    mk/gs/sna

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    Tags:
    Verhör, FBI, USA, Russland