03:52 22 Oktober 2020
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    Die Bundesregierung macht ein bislang unbekanntes Drohvideo des späteren Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri vielleicht zugänglich. Vergangene Woche haben mehrere Mitglieder des Untersuchungsausschusses zu dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz gefordert, alle Videos, auf denen Sperrvermerke liegen, zugänglich zu machen.

    Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur teilte die Regierung am Freitagnachmittag dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz mit, dass in den umfangreichen Akten, die dem Ausschuss zur Verfügung gestellt worden seien, an drei Stellen auf die Existenz des Videos hingewiesen werde. Darunter sollen auch Fotoaufnahmen aus dem Video sein.

    Der Untersuchungsausschuss soll mögliche Behördenfehler vor und nach der Tat aufklären. Aktuell laufe ein Konsultationsverfahren mit dem ausländischen Nachrichtendienst, der das Video übermittelt habe. Ziel dieses Verfahrens sei es, den Ausschussmitgliedern die Videosequenz zur Verfügung zu stellen, hieß es. Dies war bisher unter Verweis auf einen Sperrvermerk abgelehnt worden.

    Das Video, in dem Amri eine Pistole in der Hand hat, soll im November 2016 aufgenommen und nach dem Anschlag von einem ausländischen Geheimdienst an den Bundesnachrichtendienst weitergeleitet worden sein.

    Amri hatte einen polnischen Lastwagenfahrer erschossen. Mit dem Lastwagen raste er am 19. Dezember 2016 über den Breitscheidplatz in Berlin und tötete elf Menschen. Der tunesische Islamist konnte flüchten und wurde später von der Polizei in Italien erschossen.

    mk/gs/dpa

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    Tags:
    Untersuchungsausschuss, Bundesregierung, Berlinale, Attentat