21:00 14 November 2019
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (l.) in Belgrad. Rechts: Serbiens Präsident Aleksandar Vucic

    Serbien und Türkei vereinbaren Kooperation im Verteidigungsbereich

    © REUTERS / DJORDJE KOJADINOVIC
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    Serbien und die Türkei haben ein Abkommen über die Kooperation im Bereich der Verteidigung unterzeichnet. Wie Serbiens Präsident Aleksandar Vucic am Montag in Belgrad mitteilte, kam das Dokument am gleichen Tag bei einem Besuch des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan in Serbien zustande.

    „Nach Verhandlungen unserer Experten haben Präsident Erdogan und ich heute zum ersten Mal intensiv über unsere Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich erörtert“, sagte Vucic.

    Nach der Unterzeichnung des Abkommens rechne er mit erheblichen Fortschritten in dieser Sphäre. Vucic zufolge bekunden serbische Fachleute Interesse an türkischen Waffen einiger Art.

    Der serbische Präsident sagte ferner, dass Belgrad auch an einem Technologietransfer und an der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in der Rüstungsindustrie mit der Türkei interessiert sei.

    Zuvor hatte Vucic die EU aufgerufen, konkrete Termine für den Beitritt seines Landes zur Europäischen Union zu nennen. Zeitgleich unterhält Serbien enge Beziehungen zu Russland und China, darunter auch im militärtechnischen Bereich. Das könnte aus Sicht des neuen serbischen Botschafters in Moskau, Miroslav Lazanski, den Westen verärgern. Aber Serbien sei ein neutrales Land und brauche einen adäquaten Schutz – und könne deshalb Waffen kaufen, bei wem es wolle, sagte der Diplomat.

    Dabei bleibt Serbien in militärischer Hinsicht nach wie vor das stärkste Land unter allen ehemaligen Teilrepubliken Jugoslawiens.

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    Tags:
    Botschafter, Miroslav Lazanski, Abkommen, Militärkooperation, Recep Tayyip Erdogan, Aleksandar Vučić, Serbien, Türkei