10:34 07 Dezember 2019
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    Klimaaktivisten von „Extinction Rebellion“ in Berlin am 08. Oktober 2019

    „Extinction Rebellion“ beginnt zweiten Aktionstag nach Übernachtung am Potsdamer Platz

    © REUTERS / CHRISTIAN MANG
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    Die Klimaaktivisten von „Extinction Rebellion“ wollen am Dienstag in Berlin ihre Protestaktionen fortsetzen. Dabei haben Dutzende von ihnen vergangene Nacht in Schlafsäcken unterhalb der Siegessäule verbracht, um den Verkehr dort auch am zweiten Tag in Folge zu blockieren. Dies meldet die Agentur Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Dienstag.

    Demnach verharrten mehr als 150 Teilnehmer bis in die Nacht am Potsdamer Platz, nachdem die Polizei eine zunächst begonnene Räumung abgebrochen hatte. Über die genaue Art der für Dienstag geplanten Proteste gab es seitens der Demonstranten noch keine Auskünfte - sie sollen wieder relativ spontan stattfinden.

    Die Lage in der Hauptstadt sei in der Nacht ruhig gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen, und fügte hinzu: „Die müssen ja schlafen, die wollen morgen weitermachen.“

    Laut Medienberichten hat die Polizei am frühen Morgen erneut damit begonnen, den Potsdamer Platz zu räumen. Wie das „Focus“-Magazin unter Verweis auf einen DPA-Reporter berichtet, hätten mehrere Beamte mit Zangen die Demonstrierenden von Ketten befreit und sie aufgefordert, Holzhäuser abzubauen, die sie tags zuvor aufgestellt hatten.

    Am Montag hatten etwa 3000 Demonstranten die auf die Siegessäule am Großen Stern zulaufenden Straßen und Teile des Potsdamer Platzes in Berlin blockiert, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Zu Beginn der Demonstrationswoche blieben die Auswirkungen der Straßenblockaden in Berlin, wo die Schulen derzeit Herbstferien haben, aber trotzdem überschaubar.

    Zunächst hatte die Polizei die Aktivisten gewähren lassen. Am frühen Abend begannen die Beamten allerdings, die Kundgebung am Potsdamer Platz zu räumen. Eine Sprecherin von Extinction Rebellion lobte dabei das Verhalten der Polizei als „extrem positiv“. Später brach die Polizei die Räumung ab, wie die Verkehrsleitzentrale Berlin mitteilte. Die Einrichtung gehört zur Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Die Polizei äußerte sich nicht dazu.

    Rund fünf Stunden nach Beginn der Räumung des Potsdamer Platzes in Berlin haben nach Angaben der Polizei immer noch rund 170 Klimaaktivisten von Extinction Rebellion dort ausgeharrt, heißt es weiter im „Focus“-Bericht. Am Dienstagabend hätten Organisatoren der Gruppe die Nachricht verschickt, dass die Berliner Polizei ihre Aktion gegen die Demonstranten abgebrochen habe. „Wir haben es geschafft: Die Räumung am Potsdamer Platz wurde unterbrochen! Die Stimmung könnte nicht besser sein." Zuvor seien nach Angaben der Polizei 408 Demonstranten weggetragen worden.

    Es gab in mehreren Großstädten weltweit Aktionen von Extinction Rebellion. In mehreren australischen Städten wurden am zweiten Tag Aktivisten festgenommen. Am Montag waren in London und Amsterdam knapp 200 Aktivisten bei Blockaden festgenommen worden. Die Bewegung Extinction Rebellion (auf Deutsch etwa: Rebellion gegen das Aussterben) wurde in Großbritannien gegründet.

    pd/ap/dpa

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    weltweit, Demonstranten, Polizei, Teilnehmer, Klimaschutz, Berlin