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06:04 22 Oktober 2019
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    An der Donbass-Grenze (Symbolbild)

    Signalraketen abgeschossen: Donezk und Lugansk zur Truppenentflechtung bereit

    © Sputnik / Igor Maslow
    Politik
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    Die Vertreter der selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk (LVR) und Donezk (DVR) haben Signalraketen abgeschossen und damit ihre Bereitschaft zur Kräfteentflechtung im Raum von Solotoje und Petrowskoje bekundet.

    Der Prozess der Kräfteentflechtung wird dann beginnen, wenn auch von der Ukraine aus eine Signalrakete abgeschossen wird.

    Die OSZE-Patrouille habe sich in das von Kiew kontrollierte Gebiet begeben, um dort die Bereitschaft zum Abzug der Truppen aus der Ortschaft Solotoje zu klären, so Michail Filiponenko, der Vertreter der LVR im Gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrum für die Waffenruhe im Donbass (SZKK), gegenüber Journalisten.

    Kräfteentflechtung im Raum von Solotoje und Petrowskoje

    Die Teilnehmer der trilateralen Kontaktgruppe einigten sich bei einem Treffen am 2. Oktober in Minsk auf einen Zeitplan für die Kräfteentflechtung. Der Abzug der Truppen ist eine der Bedingungen für den Gipfel im Normandie-Format.

    Gemäß den Vereinbarungen müssen die ukrainischen Sicherheitskräfte und die Bürgermilizen der selbsterklärten Republiken Donezk und Lugansk innerhalb von 30 Tagen ihre Kräfte von der Trennlinie in eine Entfernung von mindestens einem Kilometer abziehen, die Befestigungsanlagen abbauen und das Territorium räumen.

    Dies sollte synchron und spiegelgleich unter der Aufsicht der OSZE-Mission geschehen.

    Kiews Vertreter im SZKK beschuldigten die Bürgermilizen, am 5. Oktober einen der Entflechtungsorte im Raum Solotoje mit einem Granatwerfer beschossen zu haben.

    Die LVR kündigte wiederum an, dass die ukrainischen Sicherheitskräfte selbst das Territorium der Republik beschießen würden. Doch reagiere die Volksmiliz der Republik darauf nicht, um die Kräfteentflechtung nicht zu stören.

    Kurz darauf, am 7. Oktober, erklärte der Außenminister der Ukraine, Wadim Pristaiko, dass eine siebentägige Waffenruhe notwendig sei, um mit der Kräfteentflechtung beginnen zu können.

    Die Vertreter der selbsterklärten Republiken betonten ihrerseits, dass die Einhaltung der Waffenruhe keine Voraussetzung für den Beginn des Prozesses sei, und beschuldigten Kiew, die Umsetzung der Vereinbarungen verzögern zu wollen.

    pd/mt/sna

     

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    Tags:
    Vereinbarungen, Gemeinsames Kontroll- und Koordinierungszentrum für Waffenruhe im Donbass (SZKK), Bereitschaft, Entflechtung, Lugansk, Donezk