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05:21 22 Oktober 2019
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    Was in der Nacht geschah

    Manifest des Halle-Täters im Netz – Wurde Assange überwacht? – Iran gestattet Frauen Stadionbesuch

    © Sputnik / Illustration
    Politik
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    Nachrichtenüberblick: Manifest des Halle-Attentäters kursiert im Netz; Wurde Assange im Botschaftsasyl ausspioniert?; Verkehrsminister Scheuer wegen PKW-Maut weiter unter Druck; Rätselhaftes Bienensterben in Russland; Iran gestattet Frauen den Besuch im Fußballstadion

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Anschlag von Halle – Manifest kursiert im Netz

    Der Attentäter von Halle hat offenbar einen Angriff auf eine Moschee oder linkes Zentrum geplant, wie er es selbst in einem Manifest formuliert, das im Internet seine Kreise zieht. Das Ziel des 27-jährigen Mannes, dem bislang noch unbestätigte Kontakte in die rechtsextreme Szene nachgesagt werden, war laut den in diversen Foren kursierenden Dokumenten so viele Juden wie möglich zu ermorden. Bei dem Anschlag in der Hallenser Innenstadt wurden gestern zwei Menschen getötet. Die Bundesanwaltschaft sieht Hinweise auf einen rechtsextremistischen Hintergrund des Attentäters.

    Verdacht und Ermittlungen: Wurde Assange in Botschaftsasyl überwacht?

    Das Oberste Gericht Spaniens ermittelt gegen eine private Firma, die den Whistleblower Julian Assange während seines Asyls in der Botschaft Ecuadors in London abgehört haben soll. In Madrid wurde mitgeteilt, David Morales und dessen Firma Undercover Global stünden im Verdacht, den Wikileaks-Gründer während der sieben Jahre in der Botschaft für US-Geheimdienste ausspioniert zu haben. Es werde untersucht, ob die Firma, die im Auftrag der Botschaft gehandelt hat, die Privatsphäre von Assange und dessen Anwälten verletzt habe, indem sie versteckte Mikrofone und andere Hilfsmittel installiert habe, so das Gericht. Assange soll unter anderem selbst auf der Toilette in der Botschaft abgehört worden sein.

    Verkehrsminister Scheuer wegen PKW-Maut-Desaster weiter unter Druck

    Das Bundesverkehrsministerium hat jetzt zugeben müssen, dass es im Zusammenhang mit der Pkw-Maut weitere fünf Gespräche mit Betreiberfirmen geführt hat. Das geht aus einem Brief hervor, der verschiedenen Medien vorliegen soll. Nach Informationen beispielsweise der Süddeutschen Zeitung haben Vertreter dieser Firmen dem Bundesverkehrsministerium ausdrücklich vorgeschlagen, die Mautverträge erst nach dem EuGH-Urteil zu unterzeichnen, das die Pkw-Maut später bekanntermaßen auch untersagte. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) soll das aber abgelehnt haben, unter Verweis auf einen „straffen Zeitplan“. Der Gemeinschaft der deutschen Steuerzahler drohen jetzt möglicherweise immense Schadenersatzforderungen.

    Rätselhaftes Bienensterben in Russland

    Russisches Wissenschaftler führen ein massenhaftes Sterben von Bienenvölkern in der Föderation auf den unkontrollierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft zurück. "Das Problem ist, dass wir keine eigenen Pestizide produzieren", sagte Jelena Saltykowa vom Institut für Biochemie und Genetik der Russischen Akademie der Wissenschaften in Ufa gegenüber der Deutschen Presse-Agentur DPA. Demnach stamme der Großteil der Pestizide aus dem Ausland. Es gebe keine strengen Kontrollen. Die Mittel würden dort eingekauft, wo es günstig sei. Die russische Regierung schätzt, dass bereits über 39.600 Bienenvölker bis Mitte des Jahres gestorben sind. Das entspricht in etwa 1,5% des Bestandes an Bienenvölkern in Russland.

    Iran: Frauen dürfen zu Fußballspiel ins Stadion

    An diesem Donnerstag dürfen iranische Frauen zum ersten Mal seit der iranischen Revolution von 1979 offiziell ein Fußballspiel in einem Stadion besuchen. Die Nachfrage nach den Eintrittskarten war überwältigend . Wie iranische Medien berichten, war das Kontingent von 3500 Tickets innerhalb nicht mal einer Stunde ausverkauft. Der Fußball-Weltverband FIFA hatte von der iranischen Regierung die Aufhebung des Verbots gefordert, wonach Frauen der Besuch eines Fußballspiels untersagt sei, um sie vor „dem Anblick halbnackter Männer“ und „einem vulgären Umfeld“ zu bewahren.

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