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22:27 17 Oktober 2019
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    Britische Staatsangehörige El Shafee el-Sheikh (L) und Alexanda Kotey, die für syrische Islamisten gekämpft haben

    US-Militärs verlegen zwei inhaftierte „IS“*-Henker aus Syrien in den Irak – Medien

    © AFP 2019 / HANDOUT / SYRIAN DEMOCRATIC FORCES (SDF)
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    Die US-Militärs haben zwei Kämpfer des „Islamischen Staates“* aus einer Gruppe von Henkern, die als „The Beatles“ bekannt ist, aus Gefängnissen auf syrischem Territorium, wo die Türkei jetzt die Operation gegen Kurden begonnen hat, in den Irak gebracht. Dies teilte „The Washington Post“ unter Verweis auf eigene Quellen mit.

    Insgesamt haben die US-Militärs etwa 40 Menschen in Gewahrsam genommen. Es wird vermutet, dass sie alle bedeutende Personen des „IS“* seien. Darunter sind zwei Briten – der Teil einer vierköpfigen Gruppe, die wegen ihrer englischen Aussprache „The Beatles“ genannt wurden. Sie befanden sich bereits in Haft, um später in den USA vor Gericht gestellt zu werden. Alexanda Kotey und  El Shafee Elsheikh sind der Beteiligung an Hinrichtungen US-amerikanischer und anderer Geiseln aus westlichen Ländern beschuldigt, die zudem auf Video aufgenommen wurden.

    Zuvor waren diese Terroristen in kleinen Gefängnissen im Nordosten Syriens inhaftiert, die von den syrischen Kurden verwaltet wurden. Nun aber ziehen die Kurden die Wächter von diesen Objekte ab, um der türkischen Armee zu widerstehen.

    Nach Angaben der Zeitungsquelle seien die zwei „IS“*-Henker in den Irak verlegt worden.

    Der Anführer von „Beatles“, Mohammed Emwazi mit dem Spitznamen Dschihadi John, war im November 2015 in Syrien liquidiert worden. Ein weiterer dieser Henker, Aine Lesley Davis, wurde in der Türkei festgenommen und dort wegen Terrorismus verurteilt.

    Trump machte im Kommentar zu dem Geschehen auf seinem Twitter einen Tippfehler – er schrieb „Beetles“ (Käfer) statt „Beatles“ – und löste somit ein massenhaftes Troll-Fest aus. 

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am 9. Oktober den Beginn der Operation „Friedensquelle“ im Norden Syriens angekündigt, die gegen die in der Türkei verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“* gerichtet ist. Die türkische Luftwaffe führte am selben Tag Luftschläge gegen die Stadt Ras al-Ain in der syrischen Provinz al-Hasaka. Den Luftschlägen war auch eine weitere syrische Stadt an der Grenze zur Türkei – Tel Abyad – ausgesetzt. Später wurde der Beginn der Bodenoperation angekündigt. Nach den jüngsten Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums haben die Militärs seit Anfang der Operation „Friedensquelle“ Schläge gegen 181 Objekte der kurdischen Gruppierungen im Norden Syriens geführt.

    Die EU hatte die Türkei aufgerufen, die „einseitige Militäraktion“ im Nordosten Syriens einzustellen. Mehrere arabische Länder haben sie verurteilt. Der UN-Generalsekretär äußerte im Zusammenhang mit diesen Ereignissen außerordentliche Besorgnis. Der UN-Sicherheitsrat hatte alle Seiten zur Selbstbeherrschung aufgerufen. Der US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die USA die Militäroperation der Türkei in Syrien nicht begrüßen und diese als eine „schlechte Idee“ einstufen.

    *In Russland verbotene Terrorvereinigung

    ek/mt/sna

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