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11:21 19 Oktober 2019
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    US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkundgebung in Minneapolis

    Amtsenthebungsverfahren: „Kranke und übergeschnappte Menschen“ – Trump greift US-Demokraten an

    © AP Photo / Jim Mone
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump ist bei einer Kundgebung in der Stadt Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) über die US-Demokraten hergefallen, die sich um seine Amtsenthebung bemühen.

    Es war der erste Auftritt Trumps vor den Wählern, seit die Demokraten im US-Kongress vor zwei Wochen ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet hatten. Trump bezeichnete sie als „sehr kranke und übergeschnappte Menschen“, die die Wahlergebnisse von 2016 aufheben wollten.

    Unter anderem bekam auch die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ihr Fett ab: „Entweder ist sie richtig dumm oder sie kapiert nicht, was vor sich geht. Oder gibt es hier etwas Unehrliches“, zeigte sich Trump am Donnerstag verärgert.

    „Wo ist Hunter?”

    Sein möglicher Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl 2020 sei „nie als ein kluger oder guter Senator angesehen“ worden, fuhr er fort. „Er war nur ein guter Vizepräsident, weil er wusste, wie man Barack Obamas Ar*** küsst“. Bidens Sohn, Hunter, habe sich aufgrund des Status seines Vaters in der Ukraine und in China eine goldene Nase verdient. In der Ukraine habe er als Vorstandsmitglied eines Öl- und Gaskonzerns mehr als 160.000 US-Dollars kassiert, ohne über Energiewirtschaft Bescheid wissen.

    Zudem fragte sich Trump, was denn eigentlich aus Hunter Biden geworden sei, und wo er sich derzeit aufhalte: „Übrigens, was ist mit Hunter passiert? Wo zum Teufel ist er?“, wollte Trump wissen und hatte sogleich eine „neue Idee“ parat,  welche Worte T-Shirts zieren könnten – „Wo ist Hunter?“

    „Schande für Amerika”

    Den Vorsitzenden des Geheimdienstes des US-Unterhauses, Adam Schiff, charakterisierte Trump als „betrügerisch“. Er unterstellte ihm, den Sinn von Trumps Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski verzerrt zu haben. Die Demokraten hatten ein Amtsenthebungsverfahren gegen den amtierenden US-Präsidenten eingeleitet, mit dem Vorwurf, Trump habe Druck auf seinen ukrainischen Amtskollegen ausgeübt und unter Androhung, die Militärhilfe zu verzögern, zu Ermittlungen gegen seinen möglichen Rivalen Joe Biden angeregt.

    Bei der Kritik hob Trump auch die demokratische Unterhausabgeordnete des Bundesstaates Minnesota, die aus Somali stammende Muslimin Ilhan Omar, hervor. Sie sei eine „Sozialistin“, die Amerika hasse und die Terroranschläge vom 11. September heruntergespielt sowie „menschenfeindliche und antisemitische Passagen“ von sich gegeben habe. „Sie ist eine Schande für Amerika und einer der zentralsten Gründe, warum ich und die Republikanische Partei im Bundesstaat Minnesota erneut gewinnen werden“, zeigte sich Trump siegessicher.

    Unzufrieden war er auch mit dem Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey. Er sei mit ihm in Streit geraten, als Frey bei Trumps Wahlstab eine halbe Million US-Dollar für die Organisation und die Sicherheitsmaßnahmen bei seiner Kundgebung beantragt hatte. Trumps Wahlstab weigerte sich, diese Summe bereitzustellen.

    ​Im Publikum wurden von Zeit zu Zeit Anti-Trump-Losungen laut. Der US-Präsident begegnete ihnen mit Ignoranz, bis er schließlich doch einen Ausruf nicht auf sich sitzen lassen wollte und dem Protestler nahe legte, „nach Hause zur Mutti“ zu gehen.

    asch/ae

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    Tags:
    Ilhan Omar, Nancy Pelosi, Adam Schiff, Hunter Biden, Joe Biden, Demokratische Partei, Demokratische Partei der USA, Amtsenthebungsverfahren, Amtsenthebung, Donald Trump, USA