16:41 18 Februar 2020
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    Jens Stoltenberg hat sich während seines Ankara-Besuchs erneut gegen die Aufstellung der S-400 in der Türkei positioniert. Laut dem Nato-Generalsekretär werden die russischen Luftabwehr-Raketensysteme in diesem Mitgliedsstaat die Flugzeuge der übrigen Bündnispartner einer Gefahr aussetzen.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat am Freitag den Kauf der S-400-Raketen durch die Türkei erneut kritisiert und vor Gefahren für die übrigen Nato-Staaten gewarnt.

    Ich habe schon mehrmals meine Besorgnis über die Folgen dieser Entscheidung geäußert“, so Stoltenberg am Freitag nach einem Treffen mit dem türkischen Außenminister, Mevlüt Çavuşoğlu, in Ankara. 

    Dass die S-400 nicht mit den Nato-Systemen kompatibel seien, sei wirklich ein Problem, sagte Stoltenberg. Dies berge „potenzielle Risiken für die Flugzeuge der Verbündeten” in sich.

    Russland hatte im Sommer dieses Jahres erste Teile der S-400 in die Türkei geliefert. Laut dem türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdogan, werden die Systeme bis April 2020 zusammengebaut und in Dienst gestellt.

    Der Deal mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Dollar belastete die Beziehungen Ankaras mit Washington schwer. Die USA fordern, dass die Türken stattdessen amerikanische Patriot-Systeme kaufen, und drohen widrigenfalls, die Lieferung der F-35-Kampfjets an die Türkei zu streichen und Sanktionen zu verhängen.

    Das S-400-System (Nato-Code SA-21 Growler) ist mit einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und kann nach Angaben des Herstellers auch taktische Raketen abfangen.

    leo/ae

     

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    Tags:
    Jens Stoltenberg, Streit, S-400, NATO, Türkei