12:14 02 Dezember 2020
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    Die norwegischen Behörden haben auf den Erwerb von Geräten und Waffen, die für das Anschließen des Landes an das Nato-Raketenabwehrsystem notwendig sind, verzichtet. Dies berichtete der Sender TV 2.

    Demnach hat die Regierung in Oslo infolge einer breiteren sicherheitspolitischen Bewertung beschlossen, dass Norwegen nicht in Betracht zieht, Sensoren und Abfangraketen zu erwerben, die in das BMD (Raketenabwehrsystem Ballistic Missile Defense – Anm. d. Red.) der Nato integriert werden könnten.

    Nach Ansicht der Russland-Expertin Julie Wilhelmsen soll die Entscheidung erhöhte Spannungen in den Beziehungen zu Russland verhindern.

    „Ich glaube, das verhindert erhöhte Spannungen (mit Russland – Anm. d. Red.)“, sagte Russland-Expertin Julie Wilhelmsen gegenüber der Zeitung „Klassenkampen“. 

    Die norwegischen Medien erinnerten ihre Leser, dass Norwegen seit mehreren Jahren die Entscheidung der Nato über einen gemeinsamen Waffenschild unterstützt hatte. Allerdings war das Land dagegen, dass die Nato Teil der US-Raketenabwehrpläne wird. Diese Stellung änderte sich 2010 mit der Begründung, die Raketenabwehr sei nicht gegen Russland gerichtet. In einem geheimen norwegischen Verteidigungsdokument von 2017 wurde festgestellt, dass die Bedrohung durch Russland ein Grund dafür war, warum Norwegen dem Schild doch beitreten sollte.

    asch/ae

     

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    Tags:
    Raketenabwehr, NATO, Russland, Russland, Norwegen