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11:24 19 Oktober 2019
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    Nato-Manöver in Polen (Archivbild)

    Wie Russland und Weißrussland auf bevorstehendes Nato-Großmanöver reagieren

    © Sputnik / Stringer
    Politik
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich zum bevorstehenden Nato-Großmanöver geäußert und Weißrusslands Staatschef Alexander Lukaschenko in diesem Zusammenhang einen Vorschlag unterbreitet.

    „Was das Nato-Manöver angeht, muss man schauen, wie wir darauf reagieren sollen“, sagte Putin bei der heutigen Sitzung der Staatschefs der Gus-Staaten. Er verwies darauf, dass in Russland auch vor kurzem Militärübungen stattgefunden hätten, unterstrich dabei aber: „Nicht in der Nähe der Nato-Grenzen“, sondern „in der Tiefe der Russischen Föderation“. 128.000 Menschen sollen sich daran beteiligt haben.

    „Darum begrüßen wir keine Versuche, Verschärfungen an unseren Grenzen herbeizuführen; wir halten das für schädlich, aber wir werden ruhig reagieren“, so Russlands Präsident wörtlich.

    Putin betonte dabei, dass er mit Kollegen aus den Gus-Ländern erörtern werde, wie man auf das bevorstehende Nato-Manöver antworten werde.  

    Lukaschenko äußert sich

    Der weißrussische Staatschef bezeichnete seinerseits das geplante Nato-Manöver als „unverständliche Militärübungen“.

    „Der russische Präsident und ich müssen offenbar darüber nachdenken, wie wir uns in diesem Zeitraum schützen können, weil es dort etwa 30.000 Teilnehmer geben wird. Das ist recht viel“, warnte Lukaschenko.

    „Wir in Weißrussland arbeiten bespielweise daran“, sagte Weißrusslands Staatschef, ohne weitere Details gelüftet zu haben. 

    „Defender 2020“

    Die US-Streitkräfte in Europa hatten zuvor mitgeteilt, dass von April bis Mai 2020 das Großmanöver „Defender Europe 2020“ stattfinden soll. Insgesamt sollen 37.000 Soldaten dabei über Deutschland nach Polen und ins Baltikum kommen, also in unmittelbare Nähe zur russischen und weißrussischen Grenze.

    ak/ae

     

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    Tags:
    Nato-Manöver, Alexander Lukaschenko, Wladimir Putin, Weißrussland, Russland