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11:51 19 Oktober 2019
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    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg (L) und der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu bei Verhandlungen in Istanbul am 11. Oktober 2019

    Nato investierte mehr als fünf Milliarden US-Dollar in türkische Militärobjekte – Stoltenberg

    © REUTERS / Fatih Aktas / Turkish Foreign Ministry / Handout
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    Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist der Frage ausgewichen, welche Schritte die nordatlantische Allianz gegenüber der Türkei unternehmen wird, sollten die USA Sanktionen gegen Ankara wegen des türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien verhängen. Stattdessen betonte er die Stärke der Türkei und ihre Rolle im Bündnis.

    Nach Verhandlungen, die Stoltenberg am Freitag in der Türkei führte, wurde er bei einer Pressekonferenz unter anderem gefragt, was das nordatlantische Bündnis im Falle der möglichen Sanktionen gegen die Türkei unternehmen würde. Zuvor hatten US-Senatoren angedroht, Sanktionen gegen Ankara wegen des türkischen Militäreinsatzes in Nordsyrien zu verhängen.

    Eine gemeinsame Patrouille der türkischen und US-Militärs in Nordsyrien (Archivbild)
    © REUTERS / U.S. Army / Staff Sgt. Andrew Goedl / Handout

    Die Frage ließ der Nato-Generalsekretär unbeantwortet. Er sagte nur, Ankara bleibe nach wie vor ein wichtiger treuer Verbündeter für die Nato.

    „Ich glaube, es wäre falsch, wenn ich über hypothetische Situationen spekulieren würde“, sagte er. „Ich kann sagen, dass die Türkei ein starker treuer Nato-Verbündeter ist, der für unsere kollektive Verteidigung und unsere gemeinsame Missionen wichtig ist, darunter bei der Terrorismusbekämpfung“, äußerte er.

    Die Allianz und die Türkei hätten „tiefe Beziehungen, die jahrzehntelang aufgebaut“ worden seien. Die Nato unterstütze Ankara mit „defensiven Raketensystemen“, so Stoltenberg weiter.

    „Wir unterstützen die Türkei, indem wir unsere Präsenz in der Luft und auf See vergrößert haben. In den zurückliegenden Jahren investierte die Nato mehr als 5 Milliarden US-Dollar in Militärobjekte in der Türkei, darunter in wichtige Infrastruktur wie Militärbasen und Radarstationen“, fügte er hinzu.

    Die Türkei sei eine „Großmacht in dieser großen Region“. Und „große Stärke“ bringe auch „große Verantwortung“ mit.

    Am 9. Oktober hatte der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, eine Militäroperation in Nordsyrien angekündigt, die sich gegen die in der Türkei als Terrororganisation eingestufte und verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie die Terrormiliz „Islamischer Staat“ richten soll. Am Mittwoch versetzte die türkische Luftwaffe Schläge gegen die Stadt Ras al-Ain sowie andere syrische Städte. Später wurde auch eine Bodenoperation eingeleitet.

    * Terrororganisation, in Russland verboten.

    asch/ae/sna

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    Tags:
    Sanktionen, Militäroperation, Militäreinsatz, Syrien, Türkei, Jens Stoltenberg, NATO