22:39 14 Dezember 2019
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    Treffen vom Düsseldorfer OB Thomas Geisel und Sergej Tscherjomin, Moskauer Minister für außenwirtschaftliche und internationale Beziehungen, im Rahmen der Düsseldorfer Tage

    OB von Düsseldorf Thomas Geisel in Moskau: Mehr Kontakte in politisch schwierigen Zeiten

    © Sputnik / Natalia Pawlowa
    Politik
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    Theatergastspiele, Kinofestivals, Fotoausstellungen – in Moskau finden an diesem Wochenende Düsseldorfer Tage statt. Eine intensive und vielseitige Zusammenarbeit verbindet beide Partnerstädte schon seit 27 Jahren.

    „Die Zusammenarbeit zwischen Moskau und Düsseldorf  umfasst alle Aspekte des gesellschaftlichen und politischen Lebens, wir haben einen engen Austausch im Bereich der Jugend, im Bereich Sport, Kultur. Wir haben jetzt auch die Zusammenarbeit erweitert im Bereich der Digitalisierung, da gibt es vieles, wo wir voneinander lernen können. Ich glaube, Moskau und Düsseldorf sind zwei Städte, die trotz unterschiedlicher Größe vieles Vergleichbares haben und deswegen fruchtbar zum gegenseitigen Vorteil zusammenarbeiten“, sagte der OB von Düsseldorf, Thomas Geisel, im Sputnik-Gespräch nach seinem Treffen mit Vertretern der Moskauer Stadtverwaltung im Rathaus, wo die beiden Städte ein Kommuniqué über die partnerschaftliche Zusammenarbeit der beiden Städte für 2020- 2023 unterzeichneten.

    Geisel brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die partnerstädtischen Kontakte in politisch schwierigen Zeiten zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland beitragen werden.

    „Wenn die Beziehungen in der großen Politik nicht sehr gut sind, ist es umso wichtiger, dass sich die Menschen begegnen, dass wir unsere Kontakte erweitern und nach dem wirtschaftlichen Wachstum und einem besseren Leben für die Menschen streben“, sagte Geisel gegenüber Sputnik. „Da gibt es ganz viele Möglichkeiten, wo wir zusammenarbeiten, und das wird sich generell auf die politischen Beziehungen auswirken. Ich bin davon überzeugt, Moskau und Düsseldorf passen sehr gut zusammen. Russland und Deutschland müssen eine gemeinsame Basis finden, sie sind wichtige Länder in Europa und haben immer gut davon profitiert, wenn sie gut zusammengearbeitet haben.“

    „Unsere Partnerschaft ist ein sehr gutes Symbol der Freundschaft. Uns verbinden langjährige Beziehungen zu vielen Regionen in Deutschland, aber besonders am Herzen liegt uns Düsseldorf“, sagte seinerseits Sergej Tscherjomin, Moskauer Minister für außenwirtschaftliche und internationale Beziehungen.

    Das Hauptereignis des Business-Programms der Düsseldorfer Tage in Moskau war die Wirtschaftskonferenz der Startups, wo die Teilnehmer neue, innovative und ungewöhnliche Lösungen für das Business vorstellten und globale Trends in diesem Bereich diskutierten.

    • Düsseldorfer OB Thomas Geisel (i.d.Mitte) bei Verhandlungen in Moskau
      Düsseldorfer OB Thomas Geisel (i.d.Mitte) bei Verhandlungen in Moskau
      © Foto : A.Pjaduschkin
    • Thomas Geisel und Sergej Tscherjomin unterzeichnen Partnerschaftsverträge zwischen Düsseldorf und Moskau
      Thomas Geisel und Sergej Tscherjomin unterzeichnen Partnerschaftsverträge zwischen Düsseldorf und Moskau
      © Foto : A.Pjaduschkin
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    © Foto : A.Pjaduschkin
    Düsseldorfer OB Thomas Geisel (i.d.Mitte) bei Verhandlungen in Moskau

    Auf der Konferenz hat die deutsche Delegation die Startups aus Russland davon informiert, welche Bedingungen in der Landeshauptstadt von NRW den kleinen neuen Unternehmen geboten werden, die den deutschen bzw. europäischen Markt erschließen wollen.

    „Da bietet Düsseldorf sehr gute Rahmenbedingungen, weil es hier ein extrem internationales Umfeld gibt: ein ganzes Spektrum der Wirtschaft und viele international große Firmen, die s.g. B2B-Firmen. Wenn Sie das Geschäft ausbauen wollen und ins reale Wirtschaftsfeld gehen wollen, dann ist Düsseldorf ein sehr guter Platz“, merkte Felix Neugart, Geschäftsführer International beider  Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Düsseldorf, gegenüber Sputnik an. 

    Düsseldorf habe Interesse daran, dass auch russische Firmen nach Düsseldorf kämen, sagte er weiter. Hier gebe es ein Russland-Zentrum, wo die Spezialisten sich direkt um die Beziehungen zu Russland kümmern und den russischen Firmen helfen würden. „In zwei Wochen haben wir eine Startups-Tour Deutschland. Da kommt eine Delegation aus Russland, angeführt von der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) mit den russischen Startups und wir bringen sie dann zu bestimmten großen Firmen und versuchen dann ihr Geschäft mit dem Interesse der großen Firmen zusammenzubringen“, so Neugart.

    Das Kulturprogramm der Düsseldorfer Tage in Moskau ist traditionell vielfältig. In der Arbat-Straße wird am Samstag die Fotoausstellung "Düsseldorf" eröffnet, die bis zum 14. Oktober dauern wird. Im Goethe-Institut Moskau werden Filme gezeigt, das Puschkin-Museum ist diesmal Gastgeber des Düsseldorfer Abends. Im modernen Konzertsaal Sarjadje können die Moskauer die Musik der Düsseldorfer Symphoniker genießen, eines der führenden und größten Orchester Deutschlands. Am 13. Oktober wird hier Sergej Rachmaninows komplizierteste Partitur "Symphonische Tänze“ gespielt. Im Marina-Zwetajewa-Museum ist ein gemeinsames Projekt mit dem Heinrich-Heine-Museum zu sehen. Im Kulturzentrum des ehemaligen „Lichatschow“-Autowerkes findet eine Solo-Tanzperformance von Maura Morales statt. Anschließend wird die Choreografin eine Meisterklasse abhalten, wo sie ihre originelle Tanztechnik zeigt.

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    Tags:
    Thomas Geisel, Deutschland, Russland, Moskau, Düsseldorf