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    Ex-Bundespräsident Joachim Gauck hat 30 Jahre nach der Wende in der DDR vor Populismus und Gefahren für die Demokratie gewarnt.

    Bei einer Ansprache in der Dresdner Semperoper bezog sich Gauck dabei auf den Missbrauch des damaligen Slogans "Wir sind das Volk" - "für mich der schönste Satz der deutschen Politikgeschichte", wie Gauck anmerkte.

    "Wie unangenehm, ja peinlich, wenn heute bestimmte Kräfte diese Losung politisch uminterpretieren, um Stimmung gegen die gewählten, also demokratisch legitimierten Volksvertreter des Deutschen Bundestages und gegen unsere Regierung zu machen", so Gauck.

    "Wer mit völkischen, fremdenfeindlichen, populistischen und antisemitischen Parolen zündelt, der zielt nicht auf die Emanzipation der Bürger und nicht auf die Verbesserung der Demokratie, sondern umgekehrt auf die Entmündigung von Bürgern und auf die Zerstörung der Demokratie", erklärte Gauck. Zudem werde so am Rand der Gesellschaft ein Klima des Hasses erzeugt, aus dem abscheuliche Gewaltverbrechen erwachsen.

    ai/dpa

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    Tags:
    Demokratie, Zerstörung, Joachim Gauck