18:54 11 August 2020
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    Erdogan startet erneut Offensive in Syrien (96)
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    Die türkische Armee will bei ihrer neuen Offensive in Syrien mehr als 400 kurdische Kämpfer innerhalb von wenigen Tagen getötet haben. In der Nacht zum Freitag wurden die Stellungen der Kurden, die Ankara als Terroristen bezeichnet, intensiv beschossen.

    Die „Operation Friedensquelle“ östlich des Euphrat sei in der Nacht erfolgreich durchgeführt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Freitag auf Twitter mit.  

    „Die Stellungen der Terroristen PKK / PYD-YPG wurden zu Lande und aus der Luft wirksam bekämpft. Die Zahl der neutralisierten Terroristen erreichte 415.“

    Das türkische Militär hatte am Mittwoch eine Offensive im Norden Syriens begonnen, die sich laut Präsident Recep Tayyip Erdoğan gegen die Kämpfer der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh)* richtet. Zuerst flogen türkische Flugzeuge Angriffe auf Ras al-Ain und weitere Städte, danach marschierten Bodentruppen ein.

    Die syrische Regierung spricht von einer rechtswidrigen Intervention. Auch die Mehrheit der EU-Staaten verurteilte die türkische Offensive. Daraufhin drohte Erdogan mit der Öffnung der Grenzen für syrische Flüchtlinge, die nach Europa ausreisen wollen. International wächst dabei die Sorge, dass die Tausenden IS-Anhänger, die im Norden Syriens von Kurden gefangen gehalten werden, die türkische Operation nutzen würden, um aus der Gefangenschaft zu entkommen.

    * Terrororganisation, in Russland verboten.

    sp/ae

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    Tags:
    Kurden, Tote, Offensive, Syrien, Türkei