05:29 15 November 2019
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    Türkische  Soldaten an der Grenze zu Syrien im der  Provinz Sanliurfa

    Wie ist es um Beistandspakt bestellt? Asselborn über türkischen Militäreinsatz in Syrien besorgt

    © AP Photo / Lefteris Pitarakis
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    Angesichts der Zugehörigkeit der Türkei zu dem nordatlantischen Bündnis hat sich der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk am Montag über den Militäreinsatz in Nordsyrien besorgt gezeigt.

    Für ihn seien die Ereignisse im Norden Syriens „ziemlich außerirdisch“, äußerte Asselborn: Die Türkei, die eigentlich ein Nato-Mitglied sei, trete gegen die syrischen Regierungstruppen, „also gegen den De-facto-Präsidenten Syriens“ auf, sagte er.

    „Stellen Sie sich vor, Syrien oder Alliierte von Syrien schlagen zurück und greifen die Türkei an. Ich habe Nato-Mitglied gesagt, dann sage ich auch Artikel 5: Das heißt, der Beistandspakt besteht. Auf Deutsch heißt das, dass alle Nato-Länder, wenn die Türkei angegriffen würde, einspringen müssten, um der Türkei zu helfen. Darum sage ich außerirdisch“, so Asselborn.

    In Bezug darauf solle die EU ein gemeinsames Verbot der Rüstungsexporte an die Türkei verabschieden, sagte Asselborn vor dem EU-Außenminister-Treffen in Luxemburg.

    Die autonome Verwaltung der Gebiete im Nordosten Syriens hatte sich nach eigenen Angaben am Sonntag mit der syrischen Regierung auf die Stationierung der Regierungstruppen entlang der Grenze zu der Türkei geeinigt. Auf diese Weise solle die türkische Regierungsarmee bei der Abwehr des türkischen Militärs sowie der protürkischen Milizen helfen.

    asch/ae

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    Nordsyrien, Konflikt, NATO, Jean Asselborn, Luxemburg, Türkei, Syrien, EU, EU, EU, EU