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10:30 13 November 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin und König Salman bin Abdulaziz Al Saud in Saudi-Arabien

    Putin in Saudi Arabien: Milliarden-Deals und ein „Schwarzer Fleck“ im Schlepptau des Präsidenten

    © Sputnik / Alexej Nikolskij
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    Staatsbesuche Wladimir Putins in der Nahost-Region sind eher spärlich gesät. Nun verspricht während der Stippvisite des russischen Präsidenten in Saudi Arabien ein zeitgleich initiiertes Kulturprogramm Dollar-Deals in Milliardenhöhe. Eine Werkschau des Malers Wassily Kandinsky wird eröffnet und auch ein Ableger der Eremitage in Riad steht in Rede.

    Vor 12 Jahren war der russische Präsident das letzte Mal in Saudi Arabien. Neben der politischen Agenda gibt es im Umfeld der Reise auch Neuigkeiten, die die Herzen kulturbeflissener Zeitgenossen höher schlagen lassen. Neunzehn Gemälde von Wassily Kandinsky aus dem Staatlichen Russischen Museum in St. Petersburg werden während Wladimir Putins am Montag beginnenden Besuchs in der Hauptstadt Riad präsentiert. Das teilte der Russische Direktinvestitionsfonds (RDIF) mit.

    Die Kunstwerke werden im Kulturzentrum „König Fahd“ im Rahmen des eigens neu aufgelegten Programms "Russische Kultur in Riad" vorgestellt. Auf dem Programm stehen eine Ausstellung über Kunst und künstliche Intelligenz, eine Lichtprojektionsshow und Veranstaltungen rund um russisches Kino und die Oper.

    Deals in Höhe von über 2 Milliarden US-Dollar

    Der russische Staatsfonds RDIF hatte erst jüngst – in der vergangenen Woche – sein erstes Auslandsbüro in Saudi-Arabien eröffnet. Kirill Dmitriew, der Leiter der RDIF, sagte den Angaben von „The Art Newspaper“ zufolge, Russland und Saudi-Arabien würden während Putins Besuch Deals mit einem Wert von über zwei Milliarden Dollar unterzeichnen.

    Der russische Präsident Wladimir Putin besucht Saudi-Arabien
    © Sputnik / Alexej Nikolskij
    Die bis zum 14. November dauernde Kandinsky-Ausstellung präsentiert Werke aus der Frühzeit des Künstlers, die noch von der Volkskunst des russischen Nordens inspiriert war, sowie Werke aus seiner rebellisch-revolutionären Zeit, wie dem im Jahr 1917 erschaffenen Werk „Schwarzer Fleck“ und „Bild mit Punkten“ aus dem Jahr 1919.

    Putin: Anziehungskraft des Nahen Ostens

    In einem Interview mit arabischsprachigen Sendern am Vorabend seiner saudischen Reise habe Putin angemerkt, dass Russland Beziehungen zur gesamten Region pflegen wolle. „(Der Nahe Osten) hat Russland mit seiner Rätselhaftigkeit, der Kultur, seinen Möglichkeiten und seinem Potenzial immer angezogen", habe er gesagt, weiß „The Art Newspaper“ zu berichten.

    Wüsten-Eremitage

    Dies solle fortan auf ein weiteres Fundament gestellt werden: So hätten hochrangige Kulturbeamte beider Staaten die Möglichkeit eines Satelliten der weltberühmten St. Petersburger Eremitage im Golfstaat untersucht. Michail Piotrowski, Direktor des Museums und seines Zeichens Arabist, war in der Vergangenheit bereits Mitglied einer russischen Delegation beim Projekt "Davos in der Wüste" von Kronprinz Mohammed bin Salman. Ein RDIF-Sprecher habe mitgeteilt, dass Piotrowski ebenfalls an dieser Reise um den Staatsbesuch des Präsidenten teilnähme.

    Der Besuch des russischen Staatspräsidenten im Königreich ist die Erwiderung eines Staatsbesuches des saudischen Monarchen Salman 2017 in Russland, der seinerzeit weltweit für viel Diskussionsstoff sorgte.

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    Tags:
    Mohammed bin Salman al-Saud, Eremitage, Wladimir Putin, Beziehungen, Saudi-Arabien, Russland