00:27 22 November 2019
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    Michael Kretschmer

    Kretschmer kritisiert ostdeutschen Pessimismus: „Lassen wir uns das Land nicht kaputt reden“

    © AP Photo / Jens Meyer
    Politik
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    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich am Montag in Leipzig bei einer Sondersitzung der Unionsfraktion gegen Pessimismus und Nörgelei in Ostdeutschland gestellt. Die Sitzung hat anlässlich der Friedlichen Revolution vor 30 Jahren in der damaligen DDR stattgefunden.

    Das vereinte Land sei „das beste Deutschland, das wir je hatten. Lassen wir uns das nicht kaputt reden“, sagte Kretschmer. „Wir sind die größten Profiteure.“ Nirgends sonst habe es weltweit innerhalb von 30 Jahren einen so großen Zuwachs an Lebensqualität und Lebenserwartung gegeben.

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) räumte ein, es sei von der Politik nicht alles richtig gemacht worden in den vergangenen 30 Jahren. Dies sei aber auch nicht überraschend, da es keine Blaupause für die Wiedervereinigung gegeben habe. Er rief dazu auf, „großzügiger zu sein mit dem, was falsch gelaufen ist“ und mehr über jenes zu reden, das sich gut entwickelt habe. Zudem plädierte er für mehr Respekt für gebrochene Biografien von Menschen in den östlichen Bundesländern.

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt bezeichnete die DDR als „Unrechtsstaat“. „Der Begriff ‚Unrechtsstaat‘ relativiert in keiner Weise die Lebensleistung der Millionen von Ostdeutschen“, betonte er.

    Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und die Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hatten kürzlich eine Debatte ausgelöst, als sie sich dagegen ausgesprochen hatten, die DDR als „Unrechtsstaat“ zu bezeichnen.

    mk/gs/dpa

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    Tags:
    Einheit, Michael Kretschmer, Ostdeutschland