08:35 18 November 2019
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    Angela Merkel und Anngerett Kramp-Karrenbauer beim Gelöbnis von Bundeswehrrekruten am 20. Juli in Berlin

    Deutschland plant Ausgaben von mehr als 50 Milliarden Euro für Verteidigung

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    Die Ausgaben Deutschlands für die Verteidigung können voraussichtlich im nächsten Jahr auf mehr als 50 Milliarden Euro steigen. Dies meldet dpa unter Berufung auf Nato-Kreise in Brüssel. Auch aus dem militärischen Umfeld in Berlin wurde das bestätigt.

    Laut den Quellen sind für das Bündnis Investitionen von 50,36 Milliarden Euro vorgesehen. Diese Summe entspricht einer Steigerung von etwa 6,4 Prozent im Vergleich zu den Ausgaben in Höhe von 47,32 Milliarden Euro, die zuletzt für das laufende Jahr angenommen wurden. Im Mai war berichtet worden, dass für 2020 Ausgaben von unter 50 Milliarden Euro kalkuliert worden seien.

    Zuvor hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärt, dass Deutschland künftig einen höheren Anteil an den Gemeinschaftskosten der Nato tragen wolle.

    Trumps Forderung nach Erhöhung der Verteidigungsausgaben   

    Zuvor hatten sich die Nato-Länder verpflichtet, die Verteidigungsausgaben bis auf zwei Prozent ihres BIP zu erhöhen. Den Löwenanteil des Nato-Budgets machen die US-Ausgaben aus. US-Präsident Donald Trump hatte die Verbündeten dafür mehrmals kritisiert. Insbesondere hatte Trump den unzureichenden Beitrag Deutschlands hervorgehoben. Ihm zufolge betragen Deutschlands Verteidigungsausgaben „nur“ ein Prozent vom BIP, und daher „müsse es bedeutend mehr zahlen“.

    ak/sb/dpa

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    Tags:
    Euro, Milliarden, Plan, Verteidigung, Ausgaben, Deutschland