11:18 24 September 2020
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    Im Fall eines neuen Migrantenstroms nach Europa wird Ungarn laut Regierungschef Viktor Orban gezwungen sein, Gewalt anzuwenden. Dies meldet Reuters.

    Am Donnerstag sagte Orban vor Journalisten: Sollte die Türkei weitere Hundertausende (Migranten) schicken, „dann werden wir gezwungen sein, die ungarische Grenze und die serbisch-ungarische Grenze zu schützen, und ich wünsche niemandem, dass wir zu diesem Mittel greifen müssen“.

    Er betonte dabei, dass sich derzeit auf der Balkan-Migrationsroute etwa 90.000 Menschen aufhalten würden. Und deren Zahl könne sich bald auf 100.000 belaufen.

    Erdogan droht

    Orban reagierte auf die jüngste Drohung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Vorige Woche forderte der die EU auf, den Militäreinsatz seines Landes in Nordsyrien nicht als Besatzung zu bezeichnen. Dabei drohte er: „Wenn ihr versucht, unsere aktuelle Operation als Besatzung zu bezeichnen, dann haben wir leichtes Spiel. Dann öffnen wir die Türen und schicken euch die 3,6 Millionen Flüchtlinge.“

    Die gegen die kurdische YPG-Miliz gerichtete türkische Militäroffensive „Friedensquelle“ in Nordostsyrien dauert seit dem 9. Oktober an. Der Einsatz hat bereits international viel Kritik auf sich gezogen.

    ak/ap

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    Tags:
    Flüchtlinge, Grenzschutz, Gewalt, Victor Orban, Ungarn, Recep Tayyip Erdogan, Türkei