10:32 05 Juli 2020
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    Serbien hat erneut sein Interesse an der Fertigstellung der Gaspipeline Turkish Stream bekräftigt. Der Hauptgrund dafür ist laut dem neuen serbischen Botschafter in Russland, Miroslav Lazanski, die „Unbestimmtheit“ beim Gastransit durch die Ukraine.

    „Die serbische Industrie funktioniert hauptsächlich mit russischem Gas“, sagte Lazanski am Donnerstag. Wegen der Unbestimmtheit rund um den Transit durch die Ukraine „sind wir gezwungen, uns auf Rohrleitungen zu verlassen, die durch die Türkei und Bulgarien verlaufen“.

    Der Bau des Stranges auf serbischem Territorium erfolge nach Plan und werde bis zum Jahresende abgeschlossen.

    Im Dezember 2014 hatte der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass Moskau auf den Bau von South Stream durch Bulgarien wegen der unkonstruktiven Haltung der Europäischen Union verzichtet. Als Alternative zu diesem Projekt begann Moskau mit dem Bau der Gasleitung Turkish Stream durch die Türkei, die bis zum Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden soll.

    Die Pipeline Turkish Stream besteht aus zwei Strängen mit einer Durchgangskapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr. Der Unterwasserteil der Leitung wird etwa 930 Kilometer lang sein.

    Die Pipeline verläuft am Boden des Schwarzen Meeres. Das Gas im ersten Strang ist ausschließlich für die Türkei bestimmt. Der zweite Strang soll laut ursprünglichen Plänen bis zur Grenze zwischen der Türkei und der EU verlängert werden.

    Am 31. Dezember 2019 läuft der Vertrag zwischen Russland und der Ukraine über die Lieferung und den Transit von russischem Erdgas nach Europa ab. Die Ukraine kauft seit 2015 kein Gas mehr in Russland, dabei nutzt Kiew das russische Transitgas, das nur auf dem Papier „europäisch“ ist.

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    Pipeline, Erdgas, Russland, Gastransit, Ukraine, Turkish Stream, Serbien