07:19 10 August 2020
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    Die Teilnehmer an dem in Brüssel laufenden EU-Gipfel „haben einen historischen Fehler begangen“, weil sie sich nicht über den Start von Verhandlungen über den Beitritt von Albanien und Nordmazedonien zur EU einigen können, sagte der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte am Freitag gegenüber Journalisten.

    Ihm zufolge ist bei der Diskussion der Staatschefs der europäischen Länder zu dieser Frage „etwas falschgelaufen“.

    „Es hätte genügt, ein diesbezügliches Verfahren einzuleiten. Und es war nicht nötig, Verhandlungen aufzunehmen“, sagte Conte nach seiner Ankunft zum zweiten Sitzungstag.

    Conte betonte, Albanien und Nordmazedonien hätten unter türkischer Hoheit gestanden und seien nach dem Zweiten Weltkrieg im kommunistischen Staatenbündnis gelandet. „Sie haben stets nach Europa gestrebt“, so der italienische Premier, dessen Rede live auf seiner Facebook-Seite übertragen wurde.

    Am ersten Verhandlungstag konnten die Teilnehmer sich nicht über den Beginn der Gespräche mit Albanien und Nordmazedonien einigen. Da diese Frage zu den wichtigsten Themen des außenpolitischen Blocks gehört, war ursprünglich geplant, den Text einer diesbezüglichen Erklärung miteinander abzustimmen und – wenn keine Entscheidung darüber getroffen werden sollte – mindestens weitere Schritte abzustecken.

    Albanien und Nordmazedonien haben den Status eines EU-Beitrittskandidaten. Die EU-Kommission hatte bereits früher empfohlen, Verhandlungen mit diesen Staaten aufzunehmen. Doch im Jahr 2018 und dann im Juni 2019 verschob der Ministerrat der EU eine definitive Beschlussfassung dazu. Im Juni hatten sich die EU-Länder darauf verständigt, spätestens im Oktober 2019 mit Verhandlungen über den Beitritt von Nordmazedonien und Albanien zu beginnen.

    ls/sb

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    Tags:
    Europa, Brüssel, Giuseppe Conte, EU, Nordmazedonien, Albanien