00:31 19 Januar 2020
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    Ankara wird laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Operation in Syrien weiterführen, wenn die USA ihre Versprechungen bezüglich des Abzugs der kurdischen Kräfte über die Grenzen der Sicherheitszone hinaus nicht einhalten.

    Erdogan und US-Vizepräsident Mike Pence hatten am Donnerstag die vorübergehende Einstellung der türkischen Operation in Syrien für 120 Stunden vereinbart, um die Selbstverteidigungskräfte der syrischen Kurden von der Grenze zur Türkei abzuziehen. Pence erklärte, dass die Vereinbarungen den Abzug der kurdischen Kräfte aus der 30-Kilometer-Sicherheitszone an der Grenze der Türkei und Syriens vorsehen und dass die USA diesen Prozess fördern würden. Pence betonte, dass die US-Truppen in diesen Bezirk nicht zurückkehren würden.

    „Wenn die USA ihr Wort bis Dienstagabend halten, wird das Thema der Sicherheitszone gelöst. Sonst wird die Operation von jener Stelle weitergeführt, wo sie jetzt gestoppt wurde“, sagte Erdogan in einer Rede in Istanbul.

    Ankara hatte am 9. Oktober den Beginn der Operation „Friedensquelle“ gegen die Kurden-Miliz YPG und die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“* im Norden Syriens angekündigt. Die syrische Regierung hatte mehrmals die Okkupationspolitik der Türkei im Norden Syriens verurteilt. Russland hatte erklärt, dass man jene Schritte vermeiden müsse, die die Regelung des seit 2011 anhaltenden syrischen Konfliktes behindern könnten.

    *Eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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    Tags:
    Konfliktregelung, Abzug, Sicherheitszonen, Vereinbarungen, einstellen, Operation, Mike Pence, Recep Tayyip Erdogan, USA, Syrien, Türkei