13:06 25 November 2020
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erklärt, dass er den Brief seines amerikanischen Kollegen Donald Trump, der „nichts mit Höflichkeit zu tun hat“, nicht vergessen hat. Doch aktuell stehe diese Frage nicht auf der Tagesordnung.

    Trump hatte am 9. Oktober, am Tag des Beginns der türkischen Operation in Syrien, einen Brief an Erdogan mit dem Aufruf geschickt, „kein Narr zu sein“ und mit der Militäroperation in Syrien „nicht die ganze Welt reinzulegen“.

    „Natürlich haben wir Trumps Brief nicht vergessen, der mit Höflichkeit nichts zu tun hat. Doch unser gegenseitiger Respekt erlaubt es nicht, diese Frage auf der Tagesordnung zu lassen. Wir stufen dies nicht als Priorität ein. Allerdings: Wenn die Zeit kommt, dann wird das getan, was getan werden muss“, sagte Erdogan in einer Rede in Istanbul.

    Ankara hatte am 9. Oktober den Beginn der Operation „Friedensquelle“ gegen die Kurden-Miliz YPG und die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“* im Norden Syriens angekündigt. Die syrische Regierung hatte mehrmals die Okkupationspolitik der Türkei im Norden Syriens verurteilt. Russland hatte erklärt, dass man jene Schritte vermeiden müsse, die die Regelung des seit 2011 anhaltenden syrischen Konfliktes behindern könnten.

    *Eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

    ek/sb

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    Tags:
    Konfliktregelung, Militäroperation, Donald Trump, Brief, Recep Tayyip Erdogan