05:34 15 November 2019
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    Ukrainische Asow-Einheiten (Symbolbild)

    US-Kongressmitglieder: Ukrainisches „Asow“ soll als Terrororganisation anerkannt werden

    © Sputnik / Alexander Maximenko
    Politik
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    Der Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses und Demokrat Max Rose sowie andere Kongressmitglieder haben das Außenministerium des Landes aufgefordert, das ukrainische Regiment „Asow“ in die Liste ausländischer Terrororganisationen aufzunehmen.

    Die Forderung wurde in einem auf Roses offizieller Webseite veröffentlichten Schreiben vom 16. Oktober an Außenminister Mike Pompeo formuliert.

    Darin wiesen die Politiker auf die Gefahr hin, die die Vorherrschaft der Weißen verfechtenden Terroristen in sich bergen würde, und rief die Angriffe in Halle und im neuseeländischen Christchurch in Erinnerung. Das US-Außenamt verfüge über eine Liste mit ausländischen Terrororganisationen. Allerdings gebe es „zahlreiche Beispiele für ausländische Gruppen weißer Nationalisten“, die den Kriterien der Behörde entsprächen und trotzdem nicht in die Liste aufgenommen worden seien. 

    „Beispielweise ist das ‚Asow‘-Regiment eine bekannte ukrainische ultranationalistische Miliz, die Neonazis offen in ihren Reihen willkommen heißt“, lautet es im Schreiben.

    Keine US-Waffen für „Asow“

    Die Gruppe sei so bekannt, dass der Kongress der Vereinigten Staaten 2018 verboten habe, dem Regiment amerikanische Waffen zu übergeben. Die Uno habe in der Geschichte der Gruppe Menschenrechtsverletzungen und Folterfälle registriert.

    „Trotz dieser Fakten hat ‚Asow‘ laut dem Bundesnachrichtendienst FBI seit Jahren amerikanische Bürger rekrutiert, radikalisiert und geschult“.

    Zusammenhang mit Attentaten in den USA

    Der Schütze von Christchurch sei eigenen Angaben zufolge vom Regiment ausgebildet worden. Die Attentäter von Poway (US-Bundesstaat Kalifornien) und El Paso (US-Bundesstaat Texas) hätten angegeben, von dem Terrorangriff in Christchurch direkt beeinflusst worden zu sein.

    „Der Zusammenhang zwischen ‚Asow‘ und Terrorakten in Amerika ist klar“, so die Politiker.

    Es sei an der Zeit, die „Gefahr, die von gewalttätigen Extremisten, die die Vorherrschaft der Weißen verfechten, ausgeht, ernster zu nehmen“.

    Anschläge in Deutschland, den USA und Neuseeland

    Zu den größten Angriffen auf Synagogen in letzter Zeit zählen das Attentat in Halle vom 9. Oktober, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen und zwei weitere verletzt wurden, sowie die Schießerei im April 2019 in Poway, wo der Täter einer Frau das Leben nahm.

    Im August war es in einer „Walmart“-Supermarktfiliale in El Paso zu einer Schießerei mit 22 Toten gekommen. Bei dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch waren Mitte März 51 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

    „Asow“

    „Asow“ ist eines der sogenannten ukrainischen Freiwilligen-Bataillone, die privat finanziert wurden. Es nahm an den Kampfhandlungen im Rahmen der von Kiew erklärten Anti-Terror-Operation (ATO) gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk im Donbass teil. Später verbaten die ukrainischen Behörden illegale Militäreinheiten im Land. Daraufhin bot das Verteidigungsministerium den Freiwilligen-Bataillonen an, der ukrainischen Armee beizutreten.

    Das russische Ermittlungskomitee hatte ein Strafverfahren gegen Kämpfer des „Asow“-Regiments wegen Entführung, Misshandlung sowie Einsatzes von unzulässigen Mitteln und Methoden der Kriegführung eingeleitet.

    mo/ae/sna

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    Tags:
    Bataillon Asow, Ukraine, USA