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    Der SPD-Politiker Erhard Eppler ist am Samstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Der politische Vordenker der Partei starb in seiner Wahlheimat Schwäbisch Hall. Das teilt die SPD Baden-Württemberg mit.

    „Wir sind Erhard Eppler unendlich dankbar für das, was er uns alles gegeben hat. Er war eine herausragende Persönlichkeit der Sozialdemokratie, im Bund und in Baden-Württemberg, dessen Wertefundament und Prinzipientreue für uns wegweisend bleiben werden”, sagte der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende in Baden-Württemberg, Andreas Stoch.

    Unter Kanzler Willy Brandt (SPD) wurde er 1968 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Knapp sechs Jahre später legte er den Posten im Streit mit Brandts Nachfolger Helmut Schmidt (SPD) nieder.

    Eppler war Vorsitzender der SPD-Grundwertekommission und zweimal auch Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Zweimal trat er zudem erfolglos als Spitzenkandidat der SPD im Südwesten an.

    Er galt als prominenter Vertreter des linken Parteiflügels der SPD. Trotzdem unterstützte jedoch die Reformen der Agenda 2010, den Kosovokrieg und den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr im Rahmen der NATO.

    Im März 2014 kritisierte er den Kurs des Westens gegen Russland vor dem Hintergrund der Krimkrise und sprach sich gleichzeitig gegen eine „Verteufelung“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus.

    ta/dpa

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