11:14 15 November 2019
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    Mark Esper antwortet auf Fragen der Journalisten im Pentagon

    Abzug aus Syrien: US-Truppen werden im Westen Iraks eingesetzt – Pentagon

    © REUTERS / ERIN SCOTT
    Politik
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    Die rund 1000 amerikanischen Soldaten, die aus Syrien abgezogen werden, sollen stattdessen im Westen des Iraks eingesetzt werden, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Sonntag unter Berufung auf US-Verteidigungsminister Mark Esper.

    „Der Abzug (der Truppen – Anm. d. Red.) der USA aus dem Nordosten Syriens läuft zügig weiter, er wird Wochen, nicht Tage dauern… Unsere Vorgehensweise ist nun, die Truppen im Westen des Iraks einzusetzen“, zitiert „Reuters“ Esper.

    Der Pentagon-Chef bemerkte außerdem, dass die rund 1000 amerikanischen Soldaten den Feldzug gegen die Terrormiliz „IS“* fortsetzen würden, um „den Irak zu beschützen“.

    Nach den Worten des Verteidigungsministers, werde die Waffenruhe im Nordosten Syriens „im Großen und Ganzen“ eingehalten und man erkenne eine „Stabilität der Linien“.

    Am 7. Oktober gab US-Präsident Donald Trump an, dass die Vereinigten Staaten beginnen würden, ihre Truppen aus dem Nordosten Syriens abzuziehen. Esper spezifizierte daraufhin am 13. Oktober, dass die USA rund weitere 1000 Mann aus Syrien abziehen würden.

    Am 9. Oktober hatte Erdogan den Beginn der Operation „Friedensquelle“ in Nordsyrien angekündigt, die sich gegen die in der Türkei als Terrororganisation eingestufte und verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie die Terrormiliz „Islamischer Staat“* richten soll. Die türkische Luftwaffe versetzte Schläge gegen die Stadt Ras al-Ain sowie andere syrische Städte.

    Erklärtes Ziel der Offensive ist, in der Region eine Pufferzone einzurichten und dort bis zu drei Millionen syrische Flüchtlinge anzusiedeln, die sich derzeit in der Türkei aufhalten. Die syrische Regierung betrachtet diese Pläne sowie die anhaltende türkische Offensive als aggressive Verletzung ihrer Souveränität. Auch die internationale Gemeinschaft hat die Operation mit kritischen Stimmen aufgenommen.

    Am Donnerstag, dem 17. Oktober, hatten sich die USA und die Türkei auf einen Stopp der türkischen Offensive für 120 Stunden geeinigt. Ferner sollen kurdische Gruppierungen die „designierte Sicherheitszone“, die 30 Kilometer umfasst, verlassen. Die Türkei plant, die Kontrolle über die Sicherheitszone nach dem Abzug der kurdischen Kämpfer zu behalten.

    Laut dem türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdogan, am Freitag wird Ankara die Operation in Syrien weiterführen, falls die Vereinigten Staaten ihre Versprechen bezüglich des Abzugs der kurdischen Kräfte über die Grenzen der Sicherheitszone hinaus nicht halten.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    dg/ae

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    Tags:
    Irak, IS, Türkei, Syrien, Kurden