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10:05 13 November 2019
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    Die Polizei in Hongkong setzt Tränengas ein

    Zehntausende Hongkonger demonstrieren wieder gegen Regierung – Fotos

    © REUTERS / TYRONE SIU
    Politik
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    Trotz eines Verbots der Polizei sind in Hongkong erneut Zehntausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Ein langer Protestmarsch zog sich am Sonntag durch den Stadtteil Kowloon. Aus Angst vor erneuten Ausschreitungen blieben zahlreiche Geschäfte geschlossen. Laut Berichten ging die Polizei gewaltsam gegen die Demonstranten vor.

    Die Demonstranten sangen die Hymne der Protestbewegung und forderten die Regierung dazu auf, sämtliche ihrer Forderungen zu erfüllen. Auch wollten die Protestierenden ein Zeichen gegen Gewalttaten setzen. 

    Nach Angaben der Zeitung „South China Morning Post“ setzten die Sicherheitskräfte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein. 

    Jimmy Shan, einer der Organisatoren der Märsche, war vergangene Woche ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er von Männern auf der Straße zusammengeschlagen worden war. Am Samstag wurde zudem ein 19-Jähriger Protestanhänger mit einem Messer angegriffen. 

    Die seit dem 9. Juni andauernden Proteste hatten zuletzt an Fahrt verloren, nachdem die Regierung ein Vermummungsverbot verhängt und es Demonstranten mit Einschränkungen des U-Bahn-Verkehrs erschwert hatte, sich in der Stadt zu bewegen. 

    Dennoch hatten Anfang Oktober Zehntausende gegen das Vermummungsverbot protestiert. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstrierenden ein, von denen viele Gesichtsmasken trugen. 

    Seit mehr als vier Monaten demonstrieren die Menschen in Hongkong gegen ihre Regierung und den wachsenden Einfluss der kommunistischen Führung in Peking. Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong mit einem eigenen Grundgesetz nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter Chinas Souveränität, genießen aber – anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik – mehr Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, um die sie jetzt fürchten. 

    leo/ae/dpa

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    Tags:
    Tränengas, Gewalt, Protest, Regierung, Hongkong